Zweibrücken Messerstecherei am Flugplatz: Anklage geht von versuchtem Mord aus
Ein Mitte 60-Jähriger steht ab Mittwoch wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht. Er soll Mitte 2022 einem Nachbarn zweimal ein Messer in den Brustkorb gestochen haben.
Die Tat geschah im Juni vor zwei Jahren bei den Wohnblocks in der Max-Planck-Straße auf dem Zweibrücker Flugplatzgelände in der Nähe der Eishalle. Ein damals 62-Jähriger soll einem 20 Jahre Jüngeren nach einem Streit ein Küchenmesser mit einer elf Zentimeter langen Klinge zweimal in den Brustkorb gestochen haben. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage wegen versuchten Mordes erhoben. Die Polizei hatte damals mitgeteilt, dass beide Männer in den Wohnblocks lebten und dass sie den mutmaßlichen Täter unmittelbar vor Ort festgenommen habe. Das Opfer sei in die Uniklinik Homburg gebracht worden. Akute Lebensgefahr habe nicht bestanden. Dass der Prozess erst fast anderthalb Jahre nach der Tat beginnt, liegt laut Gerichtssprecher Uwe Fischer daran, dass der Angeklagte auf der Flucht war und erst nach ihm gefahndet werden musste. Nähere Angaben wann und von wo der Verdächtige flüchtete, machte Fischer nicht. Er verwies auf die nächste Woche beginnende Verhandlung.