Zweibrücken Mehrere Mitarbeiter verlassen Verwaltung

Die stellvertretende Leiterin der Bauabteilung der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben, Anke Hoffmann, verlässt die Verbandsgemeinde und wechselt zum 1. Oktober zu einer anderen Verbandsgemeindeverwaltung. Die Nachfolge soll laut Verbandsbürgermeister Thomas Peifer ausgeschrieben werden. Drei weitere Mitarbeiter haben die Verwaltung in letzter Zeit verlassen. Zum Teil sind die Stellen bereits wieder besetzt.
Anke Hoffmann war in der früheren Verbandsgemeindeverwaltung Wallhalben Leiterin der Bauabteilung und später zudem stellvertretende Werkleiterin. Mit der Fusion der Verbandsgemeinden Thaleischweiler-Fröschen und Wallhalben wurde sie stellvertretende Leiterin der Abteilung Natürliche Lebensgrundlagen und Bauen. Hoffmann sagte gestern im Gespräch mit der RHEINPFALZ, sie gehe nicht im Streit aus Thaleischweiler weg, wollte sich aber nicht näher zu den Gründen und ihrer neuen Stelle äußern. Verbandsbürgermeister Peifer sagte, die Stelle der stellvertretenden Abteilungsleiterin werde im Herbst ausgeschrieben. Bereits wieder besetzt sei die Stelle eines Standesbeamten, der jetzt bei der Verbandsgemeinde Weilerbach arbeitet. Die Stelle einer Mitarbeiterin, die sich um die Beitragsbescheide gekümmert hatte und die zur Stadtverwaltung Kaiserslautern gewechselt ist, sei ab heute wieder besetzt, sagte Peifer vorgestern. Der neue Kollege komme von der Verbandsgemeinde Landau-Land. Noch offen ist eine Halbtagesstelle in der Zentralabteilung. Die Mitarbeiterin, hatte unter anderem die Einladungen und Niederschriften zu Sitzungen erstellt. Sie ist zur neuen Bußgeldstelle in Zweibrücken gewechselt. In der Zentralabteilung sei zudem eine Stelle offen, weil eine Mitarbeiterin schwanger sei, sagte Peifer. Die Personalwechsel sieht der Verbandsbürgermeister nicht als Zeichen, dass in der Verwaltung etwas nicht stimme, sagte er. Es gebe verschiedene Gründe, und es könne auch immer mal vorkommen, dass jemand mit seiner Arbeit oder seinen Aussichten unzufrieden ist, allerdings werde er sich bei solchen Personalangelegenheiten nicht im Detail äußern. Er könne sich auch nicht vorstellen, dass die Wechsel etwas mit ihm als Verwaltungschef zu tun hätten. In der Verbandsgemeinderatssitzung am Dienstag hatte Martin Eichert (FWG) moniert, dass derzeit einige Stellen unbesetzt seien. Er befürchtet, dass dadurch die Arbeit der Verwaltung für die Gemeinden leiden könnte. Die zahlten für diese Arbeit schließlich Umlage. „Die Verwaltung ist die Schreibstube der Gemeinden. Das muss laufen“, sagte er am Mittwoch auf Nachfrage der RHEINPFALZ. Er nannte als weiteres Beispiel für seine Kritik Planungen für die Gemeinden, die an externe Büros vergeben werden, weil in der Verwaltung Personal fehlt, was wiederum Geld koste. Eichert ist Bürgermeister von Schauerberg. Ums Personal ging am Dienstag auch eine Entscheidung im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung: Der Verbandsgemeinderat beschloss, eine Stelle für einen Auszubildenden für den gehobenen Dienst auszuschreiben, wie Bürgermeister Peifer auf Anfrage mitteilte.