Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Mehr Hunde in der Stadt, weniger auf dem Land

Die Zahl der Hunde in Zweibrücken wächst.
Die Zahl der Hunde in Zweibrücken wächst.

In Zweibrücken leben wieder mehr Hunde als noch vor ein paar Jahren. Auf dem Land ist es genau umgekehrt. Mit der Hundesteuer nehmen die Kommunen teilweise sechsstellige Summen ein.

In Zweibrücken sind, Stand Jahresbeginn, mehr Hunde gemeldet als noch im Jahr 2022. Generell ist die Anzahl an Vierbeinern seit 2020 kontinuierlich gestiegen. 2020 zählte die Stadt 2271 steuerpflichtige Hunde, 2021 waren es 2317, im vergangenen Jahr 2383 und zu Beginn dieses Jahres 2589. Das sind aber nur die anmeldeten Hunde, gibt Stadtsprecher Jens John zu bedenken. Wie hoch die Dunkelziffer nichtangemeldeter Vierbeiner ist, kann der Pressesprecher nicht abschätzen. Die angemeldeten Hunde müssen zur Erkennung eine Hundesteuermarke tragen, sie wird nach der Anmeldung des Vierbeiners zugeschickt.

Die Stadt rechnet in diesem Jahr mit Hundesteuer-Einnahmen zwischen 260.000 und 270.000 Euro. „Es handelt sich um eine Steuereinnahme, so dass das Geld dem Haushalt als allgemeines Deckungsmittel zur Verfügung steht“, schreibt John. Mit dem Geld werden also nicht zweckgebunden Hundekotbeutel oder ähnliches bezahlt. Allerdings werden die Hundetoiletten aus dem städtischen Haushalt finanziert. Und in eben diesen fließen die Hundesteuer-Einnahmen.

Hundesteuer wurde gerade erhöht

Zweibrücker, die sich einen Hund zulegen oder in mit ihrem Vierbeiner in die Stadt ziehen, müssen pro Jahr 110 Euro für den ersten Hund, 150 Euro für den zweiten und je 200 Euro für jeden weiteren Vierbeiner bezahlen. Teurer wird es, wenn man sich einen gefährlichen Hund zulegt. Dieser kostet 650 Euro im Jahr. Gefährliche Hunde, so die städtische Satzung, sind Vierbeiner, die sich als bissig und aggressiv gezeigt haben oder einer bestimmten Rasse angehören: Pitbull-Terrier, American Staffordshire-Terrier und Staffordshire-Bullterrier. In der Stadt leben aber auch 47 Hunde, deren Halter keine Hundesteuer zahlen müssen. Das betrifft etwa Rettungshunde, Begleit- und Blindenhunde, Jagdhunde und Vierbeiner im Tierheim. Die Hundesteuer wurde zuletzt im vergangenen Jahr angehoben, laut Pressesprecher John ist eine erneute Erhöhung derzeit nicht geplant.

Weniger Hunde im Zweibrücker Land

Die Verbandsgemeinde Zweibrücken Land zählte im vergangenen Jahre weniger Hunde als 2021. Insgesamt 1902 steuerpflichtige Hunde sind in der Verbandsgemeinde angemeldet, 2021 waren es noch 2017. Während des Corona-Jahres 2020 kamen jedoch 172 Vierbeiner hinzu. Eine Pflicht zur Hundemarke am Halsband, so Mitarbeiterin Michaela Glahn, gibt es nur in Contwig. Die Hundesteuer wurde zuletzt vor elf Jahren erhöht. Derzeit sei nicht geplant, die Steuer in der Verbandsgemeinde anzuheben. Insgesamt nahm die Verbandsgemeinde im vergangenen Jahr rund 92.000 Euro Hundesteuer ein. Als Steuer sind die Einnahmen nicht zweckgebunden. Die meisten Hunde gibt es im größten Dorf: Contwig (544), die wenigsten Vierbeiner leben in Kleinbundenbach (42). Steuerbefreite Hunde zählt die Verbandsgemeinde 37, die meisten in Contwig. Und es gibt nur einen so genannten Listenhund in der gesamten Verbandsgemeinde, er lebt in Wiesbach. Laut der Wiesbacher Hundesteuer-Satzung kostet er 210 Euro Steuern pro Jahr. Die Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben antwortete trotz mehrfacher Nachfrage bislang nicht auf unsere Anfrage.

In Pirmasens waren zum 30. März 3197 Hunde registriert. Davon waren acht Hunde von der Hundesteuer ausgenommen. In der Nachbarstadt gilt, dass Hunde außerhalb der Wohnung oder des Grundstückes eine Hundesteuermarke tragen müssen. In Sachen Hundesteuer müssen Pirmasenser zwei Euro weniger pro Jahr zahlen als in Zweibrücken, 108 Euro werden für den ersten Vierbeiner fällig. Die Hundesteuer wurde in Pirmasens zuletzt 2018 erhöht, eine weitere Erhöhung sei derzeit nicht geplant. Im vergangenen Jahr nahm die Schuhstadt rund 330.000 Euro Hundesteuer ein.

Statistik

Die Zahl aus 2021 steht in Klammern, steuerpflichtige, -ermäßigte, -befreite sowie Kampfhunde sind zusammengenommen.

Althornbach: 105 (109)

Battweiler: 75 (78)

Bechhofen: 259 (266)

Contwig: 544 (613)

Dellfeld: 141 (147)

Dietrichingen: 65 (78)

Großbundenbach: 56 (52)

Großsteinhausen: 71 (74)

Hornbach: 158 (151)

Käshofen: 68 (77)

Kleinbundenbach: 42 (45)

Kleinsteinhausen: 104 (93)

Mauschbach: 54 (53)

Reifenberg: keine Angabe

Riedelberg: 58 (53)

Rieschweiler-Mühlbach: keine Angabe

Rosenkopf: 60 (55)

Walshausen: 48 (59)

Wiesbach: 66 (69)

Zweibrücken: 2589 (2317)

Pirmasens: 3197 (3112)

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