Zweibrücken Mehr Arbeitslose im Landkreis

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Schlecht-Wetter-Behinderungen, ein mauer Monat für die Gastronomie, Kündigungen zum 31. Dezember: Im Januar gab es 82 Arbeitslose mehr in Zweibrücken als im Vormonat und 307 mehr im Landkreis Südwestpfalz. Die Arbeitslosenquote für die Stadt stieg nach Angaben der Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens um 0,4 Prozentpunkte von 7,1 auf 7,5 Prozent. Im Landkreis Südwestpfalz fällt der Anstieg höher aus, von 4,5 Prozent im Dezember auf jetzt 5,1 Prozent.

In Zweibrücken sei die längerfristige Entwicklung gar nicht so schlecht, berichtet die Agentur. Zwar seien bei der Agentur und dem gemeinsam mit der Stadt getragenen Jobcenter am Stichtag 12. Januar 1353 Zweibrücker arbeitssuchend gemeldet gewesen. Das seien aber 46 weniger als im Januar vor einem Jahr. Der Jahresvergleich für den Landkreis ist nicht so gut. 198 mehr Südwestpfälzer als vor zwölf Monaten waren joblos registriert. In der ganzen Westpfalz, dem Agenturbezirk, waren 19 306 Arbeitslose gemeldet, 1236 mehr als im Dezember (Anstieg Arbeitslosenquote um 0,5 Prozentpunkte auf 7,0 Prozent) und auch knapp mehr (143) als vor einem Jahr. „Erfahrungsgemäß hat der deutliche Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Januar nicht nur witterungsbedingte Gründe“, sagt Martina Sarter, die stellvertretende Leiterin der Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens. Die Unternehmen planten zum Jahreswechsel weitestgehend wetterunabhängig entsprechend ihrer absehbaren Auftragslage und damit Beschäftigung. Der hohe Bestand von 3854 freien Stellen (424 mehr als vor einem Jahr) deute aber darauf hin, dass der Arbeitsmarkt der Westpfalz eigentlich in guter Verfassung ist. In Zweibrücken waren 496 der Arbeitslosen am Stichtag Bezieher von Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung und 857 sogenannte Langzeitarbeitslose, also Hartz-IV-Bezieher. Während ihre Zahl um 24 sank, stieg die der Kurzzeitarbeitslosen gegenüber dem Dezember um 106. Die Auswirkungen der Krankenhaus-Schließung machen sich dabei bemerkbar. Ebenso im Landkreis. Mit 1420 gab es 254 mehr erst kurz arbeitssuchend Gemeldete als im Januar. Ein deutlicher Anstieg um 21,8 Prozent. Der Anstieg bei den Arbeitslosen in der Grundsicherung fiel mit 4,5 Prozent (53 auf 1224) weniger stark aus. In der Stadt waren am Stichtag laut Monatsbericht 323 Arbeitsplätze zu vergeben, 80 kamen neu hinzu. Im Landkreis gab es 336 offene Stellen. Die Unternehmen meldeten im Monatsverlauf 58 neu als offen. |cps

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