Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Maschinenfabrik Pallmann: Firmengelände zum Verkauf im Internet

Das Firmengelände des Zweibrücker Unternehmens Pallmann steht zum Verkauf.
Das Firmengelände des Zweibrücker Unternehmens Pallmann steht zum Verkauf.

Das Firmengelände des Zweibrücker Unternehmens Pallmann steht zum Verkauf. Ein Saarbrücker Immobilienmakler bietet das „Produktionsgelände mit Verwaltungstrakt“ an.

Das Gelände im Bubenhauser Wolfsloch ist laut Objektbeschreibung fast 60.000 Quadratmeter groß und umfasst sechs Gebäude – neben dem Verwaltungstrakt noch fünf Produktions- und Lagerhallen. Die Gebäude haben zusammen eine Nutzfläche von fast 20.000 Quadratmetern. Das erste Gebäude wurde 1969 erbaut, erweitert wurde das Gelände bis 1988. Zur Wolfslochstraße hin befinden sich zwei große Parkplätze mit knapp 300 Stellplätzen.

Einen möglichen Kaufpreis oder zumindest eine grobe Höhe wollte Michael Mörs von der Saarbrücker S Pro Immobilien GmbH am Freitag im Gespräch mit der RHEINPFALZ nicht nennen. In der Anzeige wird allerdings ein Mietpreis genannt: Gut anderthalb Millionen Euro. Laut Michael Mörs ist dies der Preis pro Jahr.

Das Gelände gehört dem früheren Firmenbesitzer

Dass das Gelände vermietet ist, hat seinen Grund: Es gehört nach wie vor dem früheren Firmenbesitzer Hartmut Pallmann. Die Firma, die dessen Namen trägt, gehört aber seit Anfang 2017 komplett zur Siempelkamp Maschinen- und Anlagenbau GmbH aus Krefeld. Die Pallmann Maschinenfabrik ist heute ein Unternehmen der Siempelkamp-Gruppe, und sie hat das Gelände samt den Gebäuden vom früheren Besitzer gemietet. Daher bedeutet ein möglicher Verkauf der Immobilie nicht, dass der Standort mit seinen 300 Mitarbeitern gefährdet ist oder gar vor der Schließung steht. Ein neuer Besitzer wäre gesetzlich verpflichtet, den Mietvertrag beim Kauf zu übernehmen. S Pro Immobilien bietet das Gelände sowohl auf seiner eigenen Internetseite als auch auf dem Internetportal kleinanzeigen.de an.

Pallmann baut im Wolfsloch Maschinen, die verschiedene Materialien zerkleinern und aufbereiten. Ob die Maschinenfabrik Interesse hat, das Gelände selbst zu kaufen und wie die Geschäftsführung zu einem möglichen Verkauf an andere Interessenten steht, war am Freitag nicht zu erfahren. Allerdings denkt die Pallmann Maschinenfabrik schon länger über Alternativen nach. Darüber wurden die Mitarbeiter vor einigen Wochen auch in einer Betriebsversammlung informiert. Laut dem Betriebsratsvorsitzenden Klaus Fuhrmann gibt es drei Optionen: das Gelände weiter zu mieten, es zu kaufen oder in Zweibrücken oder Homburg ein neues Werk zu bauen. Damit käme eine vierte Möglichkeit nicht in Frage: ein anderes bestehendes Firmengelände zu kaufen. Das würde bedeuten: Am Werk Wallerscheid auf dem Flugplatz, das der Zweibrücker Kranbauer Tadano nächstes Jahr schließen wird, hat Pallmann kein Interesse. Laut Tadano-Sprecherin Anne Steeb ist das Gelände noch nicht verkauft.

Zweibrücken müsste um Gewerbesteuer bangen

Der mögliche Verkauf des Geländes würde die 300 Arbeitsplätze nicht gefährden. Würde die Maschinenfabrik allerdings tatsächlich neu bauen, könnte sich das auf die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt auswirken. Würde das Unternehmen nach Homburg abwandern, kämen diese Steuereinnahmen der Nachbarstadt zugute. Wie hoch die sind, machen weder die Firmen noch die Stadt öffentlich.

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