Contwig / Zweibrücken Marode alte B10: Deshalb freut sich die Bürgermeisterin
Die frühere B10 zwischen Contwig und Zweibrücken ist so marode, dass dort mittlerweile Tempo 20 gilt. Nach einigem Hin und Her soll sie nun doch saniert werden.
Besonders froh, dass die alte B10 jetzt doch ausgebaut wird, ist Contwigs Ortsbürgermeisterin Nadine Brinette (CDU). „Ich habe ja gehofft, dass die dann auch mitziehen, nachdem wir und im Vorfeld besprochen haben“, sagt sie und meint damit ein Gespräch zwischen der Verbandsgemeinde-CDU und der Stadt-CDU. Brinette hatte mehrfach deutlich gemacht, wie wichtig die Landstraße für die Contwiger sei und dass ein Ausbau nicht weiter auf die lange Bank geschoben werden dürfe.
Für sie ist die alte B10 eben nicht nur eine bloße Parallelstraße zur Landstraße zwischen Dorndorf-Kreuzung und Ortseingang, sondern zeitgleich eine wichtige Umleitung im Fall eines Unfalls oder einer Baustelle, ebenso die Radwegverbindung zwischen Contwig und dem Rosenweg und auch die Haupttrasse für Rettungskräfte aus Zweibrücken, damit diese im Ernstfall ihren Einsatzort schnell erreichen. Einen Streit zwischen den beiden CDU-Gruppen hat Brinette während der gesamten Diskussion nicht empfunden. „Ich habe nur gesagt, dass ich froh wäre, wenn man bei so wichtigen Themen, die nicht nur Zweibrücken betreffen, im Vorfeld besser miteinander kommunizieren würde.“
Von der alten B10, mittlerweile nur noch eine Kreisstraße, profitieren vor allem die Contwiger. Kaputt ist sie aber auf Zweibrücker Gebiet, weshalb die Stadt die Sanierung bezahlen muss. Im Haushalt 2025 stand auch Geld für eine Sanierung, doch dieser Posten wurde im Januar wieder gestrichen. Am Mittwoch dann die Kehrtwende: Das Geld wurde wieder eingestellt, auch weil die Sanierung nun günstiger werden soll. Die Straße soll abgefräst und neu asphaltiert werden. Von den geschätzten Gesamtkosten von 640.000 Euro muss Zweibrücken 185.000 Euro tragen. Wann die Arbeiten beginnen, lässt sich noch nicht sagen.