Kolumne Abseits
Manchmal scheppert es, manchmal ist vorne der Wurm drin
TSC Zweibrücken: Torflut oder Torflaute
8:0 gewonnen hat der TSC Zweibrücken, da kommt doch etwas der Gedanke auf, dass der TSC entweder mit Glanz und Gloria in der Offensive spielt, oder eben die Hütte gar nicht trifft, wenn man auf die Ergebnisse dieser Saison blickt. „Manchmal ist der Wurm drin, da spielst du 90 Minuten und machst kein Tor. Manchmal machst du auch aus wenigen Chancen deine Tore“, sagt Özal Acar vom Landesligisten TSC Zweibrücken, nach dem deutlichen Sieg gegen das Kellerkind FV Olympia Ramstein, welches sich nach Ansicht von Acar in einem Umbruch befindet.
Ganz sicher war sich Coach Acar, dass seine Jungs vom Wattweiler Berg auch hätten zweistellig gewinnen können gegen Ramstein. „Wir haben auch noch einen Elfmeter verschossen, hatten auch sonst noch richtig gute Chancen. Wir wissen auch, dass wir eine der besten Offensivmannschaften in der Liga sind, aber es wird auch manchmal vergessen, wie gut wir in der Defensive sind“, erklärt der TSC-Coach. Nur fünf Gegentore hat sein Team in den ersten acht Saisonspielen zugelassen. Aber die Gegner werden sich wohl eher den Angriffsspielern um Tim Wachall und Alex Styben erwehren müssen und schon gar nicht zu eigenen Offensivbemühungen kommen. Hackenheim, Steinwenden und Meisenheim/Desloch/Lauschied mussten das schon leidvoll erfahren, die vier oder fünf Buden eingeschenkt bekamen.
In anderen Spielen klappt es dann aber gar nicht mit dem Toreschießen „Wir haben immer ein paar Spiele, in denen wir kein Tor machen. Gegen Schmittweiler haben wir Chancen ohne Ende und müssen ein Tor machen, gegen Rieschweiler lassen wir auch zwei Chancen liegen. In der gesamten Saison gleicht sich sowas aber sicher aus“, sagt Acar nüchtern, der insbesondere bei Wachall und Styben jedoch die Fähigkeit sieht, sich auch mal in einen Rausch zu spielen.
Traurig war Acar dennoch nach der Partie, trotz des 8:0-Kantersiegs. Denn seine Top-Offensivkraft Wachall war in seinen Gegenspieler gerauscht. Beide Spieler mussten mit dem Krankenwagen wegen Knieverletzungen abgeholt werden. „Ich hätte lieber das Spiel verloren und hätte einen gesunden Tim Wachall“, sagt Acar, der sich nun mit seinem Team auf das Südwestpokalspiel gegen den SV Hermersberg konzentrieren will.
Palatia Contwig: Die Serie geht weiter
Wann hört es denn auf mit der Serie des SV Palatia Contwig? Acht Spiele in Folge hat die Mannschaft von Spielertrainer Niklas Kupper zu Saisonbeginn in der A-Klasse für sich entschieden. Der Rest der Liga ist teilweise schon deutlich distanziert. Der TSC Zweibrücken II ist mit fünf Zählern Rückstand noch am nächsten dran. Der FK Petersberg mit acht Punkten und die SG TuS Rimschweiler/VB Zweibrücken, die sich erfreulich gut gefangen hat, mit elf Zählern sind schon deutlich im Rückstand. Also kann Palatia Contwig bereits im Winter den Meistersekt kaltstellen und die Bezirksliga-Rückkehr anpeilen? Es scheint so, denn neben 24 Punkten sind auch 30:5 Treffer ein deutliches Erfolgsmerkmal.
SC Stambach: Hirt trifft im achten Spiel in Folge
Die SG Rieschweiler II ist am vergangenen Wochenende die zweite Mannschaft gewesen, die den SC Stambach in der B-Klasse West in dieser Saison geschlagen hat. Interessant ist allerdings eine Serie am Rande. Dennis Hirt, Spielertrainer des SC Stambach hat nunmehr in allen Liga-Saisonspielen getroffen. In acht Partien kommt er auf 14 Treffer. Auch gegen die SGR II hielt er die Serie aufrecht und traf in der 85. Spielminute. Wo der Rekord im Amateurfußball liegt, wird wohl kaum zu ergründen sein. Aber vor gar nicht allzu langer Zeit hatte ein gewisser Robert Lewandowski, mittlerweile zum FC Barcelona gewechselt, ab dem Bundesliga-Saisonstart eine Torserie von elf Spielen aufzuweisen. Vor fünf Jahren im Jahr 2019 stürmte er damals noch für den FC Bayern München und ballerte sich quer durch alle Bundesliga-Stadien. Den Rekord für die längste Torserie in aufeinanderfolgenden Einsätzen hat übrigens Gerd Müller in der Saison 1969/1970, ebenfalls für den FC Bayern München, erreicht. 16 Mal in Serie traf er mindestens einmal. Ob das machbar ist? Dennis Hirt hat zumindest noch alle Möglichkeiten, um diese Rekorde zu brechen.