Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Makellos: Zweibrücker Herren gewinnen auch achtes Spiel

SV 64-Mittelmann Tim Schaller kam in Völklingen auf neun Tore.
SV 64-Mittelmann Tim Schaller kam in Völklingen auf neun Tore. Foto: Wille

Noch mal eine Zitterpartie gegen Völklingen? Auf keinen Fall, dachten sich wohl die Spieler des SV 64 Zweibrücken am Sonntag. Hochmotiviert und konzentriert gingen sie die Aufgabe an und bescherten den Gastgebern beim klaren 33:20 (19:9)-Erfolg einen denkwürdigen Abend. Denn die Zweibrücker ließen den Völklingern mit ihrem neuen Coach Claude Dolic nicht den Hauch einer Chance.

Damit bauten die Zweibrücker ihren makellosen Start aus, haben alle acht bisherigen Saisonspiele gewonnen. Die Startphase in Völklingen gehörte mit zum Beeindruckendsten, was die Mannschaft bisher zeigte. Mancher Franzose hätte das wohl mit einem anerkennenden „Oh là là“ kommentiert. Dem Franzosen Dolic und seinen Völklinger Jungs blieb phasenweise nur Staunen. „Man hat wirklich gemerkt, dass sie auf gar keinen Fall hier in Gefahr geraten wollten, einen Punkt abzugeben“, bestätigte SV-Trainer Stefan Bullacher. Die Abwehr, dahinter wieder ein sicherer Marko Ivankovic im Tor, stand absolut sicher. Völklingen hatte von Beginn an keine Chance, diesen Defensivverband ernsthaft in Schwierigkeiten zu bringen. „Dazu hatten wir ein hervorragendes Umschaltspiel“, lobte Bullacher sein Team. Ballgewinn SV, Gegenstoß Rechtsaußen Philip Hammann: 1:0 für den SV.

SV-Angriff wie aus einem Guss

Der Linksaußen ließ sich auch nicht bitten: 2:0 durch Kian Schwarzer. Schwarzer war nach dem Ausfall von Christopher Huber auf die Außenbahn gerückt, damit Tim Schaller im Rückraum das Spiel gestalten konnte. Marc-Robin Eisel übernahm Hubers Part im linken Rückraum. Diese Formation spielte wie aus einem Guss. In der achten Minute traf Tim Schaller zum 6:1.

Völklingen nahm eine Auszeit, stellte die Abwehr um. Aber auch eine offensivere Variante brachte nichts. Zweibrücken marschierte, hatte in der 23. Minute den Vorsprung beim 16:6 auf zehn Tore ausgebaut, dominierte und wurde dafür von den zahlreichen mitgereisten Fans, die für Heimspielatmosphäre sorgten, gefeiert.

Bullacher wechselt wie im Eishockey blockweise

Marko Ivankovic hatte da bereits Platz gemacht für Benny Berz, der seine Sache zwischen den Pfosten gut machte. Angesichts des Vorsprungs entschied sich Bullacher für eine Eishockey-Variante beim Wechsel, wechselte komplett im Block aus für die nächsten 30 Minuten. Fünf Mann raus, fünf Mann rein – Abwehrchef Tom Grieser blieb als Fels in der nicht ganz so rauen Völklinger Abwehrbrandung auf dem Feld.

Völklingen stellte die Abwehr erneut um, verteidigte wieder defensiver. „Aber es war egal, was sie probierten: Wir hatten das Spiel im Griff“, freute sich der SV-Coach über einen guten Auftritt seiner Mannschaft.

So spielten sie

SV 64 Zweibrücken: Ivankovic, Berz (ab 15.) - Bayer (3), Schaller (9/5), Eisel (2) - Hammann (6), Schwarzer (3) - Grieser (2) - Zellmer (4), Alt (1), Wöschler (3), Dettinger, Ihl

Spielfilm: 2:9 (12.), 6:16 (22.), 9:19 (Halbzeit), 17:27 (52.), 20:33 (Ende) - Zeitstrafen: 2:5 - Siebenmeter: 2/0 - 5/5 - Zuschauer: 250 - Schiedsrichter: Kull/Hoffmann (Bingen/Bretzenheim).

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