Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Konfirmationen später und in kleinen Gruppen

2019 konnten die Konfirmanden noch zusammen zum Altar schreiten, wie hier in Battweiler.
2019 konnten die Konfirmanden noch zusammen zum Altar schreiten, wie hier in Battweiler.

Die meisten Konfirmationen in Zweibrücken finden – nicht anders als im vergangenen Jahr – erst später im Jahr und vorzugsweise in kleinen Gruppen statt. Von der Online-Vorbereitung auf die Feier halten die Pfarrer nicht viel.

Jede protestantische Gemeinde hat ihre eigenen Termine. In Rimschweiler wird sogar an neun unterschiedlichen Terminen, verteilt auf Ende April bis Ende September, Konfirmation gefeiert, wie Reiner Conrad, Pfarrer der protestantischen Gemeinden in Rimschweiler, Mittelbach und Wattweiler, mitteilt. Letztes Jahr habe man die Konfirmationen ausfallen lassen, und so seien nun insgesamt 38 Konfirmanden aus zwei Jahren zusammengekommen. Die Gottesdienste mit kleinen Gruppen von Konfirmanden finden laut Conrad alle in Rimschweiler statt, weil dort die größte Kirche steht. Er sei „guter Dinge“, dass dies auch alles so klappt wie geplant.

Jeweils 14 Konfirmanden haben die protestantischen Gemeinden in Ixheim, Niederauerbach und Zweibrücken-Mitte. „Wir werden das machen wie im vorigen Jahr und die Konfirmanden in vier Gruppen aufteilen“, erklärt Martin Bach, protestantischer Pfarrer in Ixheim. Geplant seien die Gottesdienste für Ende Juni, Anfang Juli. Da es keinen Präsenzunterricht geben dürfe, „bleibe alles schwierig“, stellt Bach fest. Digitalunterricht könne den echten Unterricht nicht ersetzen, so Bach.

In der protestantischen Gemeinde Niederauerbach von Pfarrer Matthias Strickler gibt es an den beiden letzten Septembersonntagen Konfirmationsgottesdienste. Von Unterricht am Computer hält auch Strickler nicht viel: „Ich gehe lieber raus mit meinen Jugendlichen oder bringe ihnen was vorbei. Die sind doch alle Computer-müde.“

Günter Sifft, protestantischer Pfarrer von Zweibrücken-Mitte, ist optimistisch, seine 14 Jugendlichen Ende September in einer Gruppe konfirmieren zu können. „Es ist eine relativ kleine Gruppe, und ich hoffe, dass wir bis dahin durch sind mit dem Impfen und dass wir ganz normal Konfirmation feiern können“, sagt Sifft.

Reinhard Scheller, Pfarrer der protestantischen Gemeinde Ernstweiler, will seine Gruppe von zwölf Jugendlichen ebenfalls nicht teilen und einmal direkt nach den Sommerferien am 5. September Konfirmationsgottesdienst feiern. In seine relativ große Kirche passten viele Leute, und notfalls könne man auch außen beschallen. Demnächst wolle er ein Konzept aufstellen, aber „nicht alles online machen“. Die Online-Vorbereitung auf die Konfirmation sei „echt nicht der Gag“, findet Scheller.

In der protestantischen Gemeinde Zweibrücken-Röntgenstraße von Pfarrerin Ursula Müller gehen insgesamt zehn Jugendliche in zwei Gruppen an den beiden letzten Septemberwochenenden zur Konfirmation. „Voraussichtlich sind wir in der Karlskirche, weil die Versöhnungskirche zu klein ist“, kündigt Müller an. Sie sei froh, dass man die Konfirmationen vom vergangenen Jahr nicht auf dieses Jahr verschoben hat, „denn sonst wären es jetzt zu viele gewesen“. Von einer Vorbereitung am PC ist Müller nicht gerade begeistert: „Der Unterricht lebt doch vom Gespräch. Wenn es gestattet ist, dann gehe ich mit den Konfirmanden lieber auf die Wiese an der Kirche und mache Unterricht im Freien.“

Tilo Brach, Pfarrer der protestantischen Gemeinden in Winterbach, Battweiler und Oberauerbach, hat den 19. September für die Konfirmation in Oberauerbach anvisiert. Dort hat er sechs Konfirmanden. „Wir machen das wie im letzten Jahr erst im September. Aber was bis dahin sein wird, das weiß doch keiner wirklich“, so Brach.

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