Zweibrücken Kommentar: Der zweite Anlauf

Die Handball-Fans in der Region Zweibrücken können sich freuen. Sie dürfen weiter Drittliga-Handball genießen, Handball auf hohem Niveau, wie die beiden abgelaufenen Spielzeiten gezeigt haben. Handball, der erneut talentierte, junge deutsche Spieler sowie Akteure mit Erfahrung aus Erster und Zweiter Bundesliga nach Zweibrücken bringt – und ein Wiedersehen mit Weltmeistern auf der Trainerbank beschert. Der SV 64 Zweibrücken hat sich nach einer Herzschlag-Entscheidung im Oberliga-Finale, die in die Handball-Geschichtsbücher eingehen wird, erneut für die Dritte Liga qualifiziert. Und freut sich über die Chance, im zweiten Anlauf zu zeigen, dass sich die Mannschaft verändert und weiterentwickelt hat. Dieses Mal darf der SV in der West-Staffel zeigen, dass er zu den derzeit besten 103 deutschen Handballmannschaften gehört. Die neue Staffel bringt einen deutlich höheren Fahrtaufwand mit sich. Neue Hallen, eine andere Art, Handball zu spielen, werden Spieler und Fans kennenlernen. Der SV 64 hat Lehren aus dem ersten Drittliga-Jahr gezogen und nachgebessert. Im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten, die angesichts der finanzstarken Regionen, aus denen viele gegnerische Teams kommen, im Liga-Vergleich bescheiden sein dürften. Mit dem A-Jugend-Bundesliga-Team ist der Weg zum notwendigen starken Unterbau eingeschlagen worden – auch das eine Lehre der Vergangenheit. Lehren aus der ersten Saison in der Dritten Liga wurden auch bezüglich der Wahl des Spielortes gezogen. Der SV verlässt sein „Wohnzimmer“, die Ignaz-Roth-Halle, und zieht in die Westpfalzhalle um. Das ermöglicht mehr Fans, den Drittliga-Handball mit optimalem Blick aufs Spielfeld zu genießen.