Zweibrücken Klatschpappen, Trommeln und toller Handball

91-93769418.jpg

HOMBURG. Das Spitzenspiel zwischen dem gastgebenden Tabellenzweiten HWE Homburg und Spitzenreiter VTZ Saarpfalz 2 am Samstag in altehrwürdigen Homburg-Erbacher Sportzentrum bot richtig guten Verbandsliga-Handball: Mit 25:27 (14:14) unterlag das VTZ-Team um Spielertrainer Marek Galla am Ende vor rund 200 Zuschauern knapp (wir berichteten kurz).

Dass das Topduell dieser Klasse zog, zeigte schon die stattliche Zuschauerzahl. Auch rund 60 Fans aus Zweibrücken kamen nach Erbach, darunter zahlreiche Spieler der ersten VTZ-Mannschaft. Philip Wiese (mit VTZ-Schal) verteilte Klatschpappen an die VTZler, Kai Schumann saß an der dicken Trommel, auch Max Hartz, Martin Mokris, Tomas Kraucevicius und Vladislav Kurotschkin waren da. Die sahen mit der 3:0-Führung einen guten Beginn der VTZ, die in der defensiven 6:0-Abwehr einen klaren Größenvorteil gegenüber den Homburger Angreifern hatte. Die Gastgeber waren zwar sehr beweglich im Positionsangriff, taten sich zunächst aber in Eins-gegen-Eins-Situationen schwer. Und hinter der VTZ-Defensivreihe stand mit Daniel Wenzel ein Torwart, der gut in die Partie fand. Im eigenen Angriff agierte die VTZ zwar etwas langsamer als die Homburger, fand aber, wie Jaroslav Dobrovodsky mit drei Toren zu Beginn, gut die Lücken. Nach dem 8:6 (17.) und der 10:8-Führung (22.) durch Maurice Kaufelds abgezockten Strafwurf-Dreher „waren wir aber in der Abwehr etwas zu lässig“, stellte VTZ-Coach Marek Galla fest, der sich in der 18. Minute eingewechselt hatte. Vor allem HWE-Linkshänder Philipp Daume hatte die VTZ jetzt nicht im Griff, er sorgte mit drei Treffern fast im Alleingang für den 14:14-Ausgleich zur Pause. Auch weil Maurice Kaufeld (21.) mit einem Strafwurf am im Lauf des Spiels immer besser werdenden HWE-Torwart Maximilan Loschky scheiterte. Loschky hatte am Ende zwölf Paraden, darunter zwei gehaltene Siebenmeter in seiner persönlichen Bilanz. Was augenscheinlich war: Das HWE-Team um Spielertrainer und Ex-SV 64-Akteur Thomas Zellmer kam mutiger aus den Kabinen zurück. Während es die VTZ-Sieben vorne jetzt häufiger mit zwei Kreisläufern versuchte, hatten die Homburger mit ihrem schnellen Spiel mehr Erfolg. Beispiel: In der 44. Minute spielte Rückraumspieler Leonard Frisch in der Vorwärtsbewegung Richtung Abwehr einen Pass hinter seinem Rücken zum besten HWE-Spieler auf Linksaußen, Michael Mathieu (insgesamt acht Tore), der die Vorlage sicher verwandelte. Bei der VTZ hielten vor allem der treffsichere Dominik Rauch auf Linksaußen und der junge Philip Mägel (vom Siebenmeterpunkt, per Gegenstoß und vom Kreis) ihre Mannschaft im Spiel. Beim 22:20 (49.) sah es noch gut aus für die Gäste. Doch dann kamen fünf torlose Minuten, Hendrik Schmidt traf zum 24:22 fürs HWE-Team. Davon erholte sich die VTZ-Zweite nicht mehr. „Da machen wir leider drei technische Fehler – unnötig“, befand VTZ-Coach Galla. „Es war ein super Spiel von beiden Seiten. Am Ende hat die Mannschaft mit den wenigsten technischen Fehlern gewonnen“, sagte er. „Wir hatten am Sonntag das schwere Pokalturnier. Ohne das wären wir sicher noch spritziger gewesen. Wir haben lange mit der ersten Formation durchgespielt“, meinte HWE-Trainer Thomas Zellmer. „Kompliment an meine Mannschaft: Sie gibt nie auf, und wir wussten, dass wir über die gesamten 60 Minuten wieder unsere Chancen bekommen werden.“ So spielten sie HWE Homburg: Loschky, Heintz - Schmidt (4), Zellmer (5), Frisch (3) - Daume (5), Mathieu (8/2) - Thum (2) - Pelletier, Rauchschwalbe, Omlor, Glück, Kolepp, Reisel VTZ Saarpfalz 2: Wenzel, Leiner (45. - 48.) - Dobrovodsky (4), Kaufmann, Mägel (4/1) - Kaufeld (4/3), Rauch (4) - Marusak (3) - Biehl (5), Galla (1), Stauch, Haury, Weber Spielfilm: 0:3, (3.), 4:6 (13.), 6:6 (14.), 8:10 (22.), 14:14 (Halbzeit), 17:16 (38.), 20:22 (49.), 24:22 (54.), 25:23 (55.), 27:25 (Ende) - Zeitstrafen: 0:2 - Siebenmeter: 2/2 - 6/4 - Beste Spieler: Loschky, Mathieu, Zellmer - Wenzel, Rauch, Biehl - Zuschauer: 200 - Schiedsrichter: Lellek/Montag (Dudweiler-Fischbach). |sai

x