Zweibrücken Kita Rimschweiler: Die kleinen Helden feiern großes Jubiläum
Das Jubiläumsfest des Kindergartens „Haus der kleinen Helden“ wurde mit einem Gottesdienst und anschließendem kleinen Festumzug zum protestantischen Kindergarten eröffnet. Im Vorfeld der Feier hatten Erzieherinnen und Kinder die Kita in eine Art Museum verwandelt. Die Besucher konnten sich über die Geschichte der Einrichtung informieren, unter anderem im künstlerischen Bereich.
Seit fünf Jahren leitet Eva Hartfelder den Kindergarten. Dieser habe sich in den vergangenen Jahren stark verändert: „Mit Ende der Coronazeit haben wir einen Schnitt gemacht und ein offenes Konzept eingeführt.“ Offenes Konzept bedeutet, dass es im „Haus der kleinen Helden“ keine geschlossenen Gruppenräume gibt. Die Kinder halten sich vielmehr in sogenannten Bildungsräumen auf. Nach 8 Uhr ist die Eingangstür für Eltern verschlossen, ab dann sind alle Räume für die Kinder frei zugänglich – unabhängig davon, ob sich eine Erzieherin im Raum befindet oder nicht. Daher gibt es auch keine feste Gruppenstruktur.
Zwölf Ehemalige haben Briefe geschrieben
Aktuell besuchen den Kindergarten Rimschweiler 56 Kinder, im ausgelagerten Hort in der Grundschule ist zudem Platz für 23 Kinder; derzeit werden dort laut Hartfelder 21 Kinder ab der ersten Klasse betreut. Neun Erzieherinnen, zwei Auszubildende und zwei FSJ-ler betreuen die Kita-Kinder, im Hort sind noch weitere drei Erzieherinnen und ein Erzieher beschäftigt. Dies alles und vieles mehr konnten die Besucher am Samstag bei der Feier vor Ort erfahren.
Weil mittlerweile das Kita-Team sehr jung sei und daher wenig über die früheren Zeiten im Kindergarten wisse, hatten Hartfelder und Co. im Vorfeld darum gebeten, dass Ehemalige Briefe schreiben und darin ihre Erinnerungen schildern. Das haben zwölf Personen aus dem Ort getan, unter anderem eine ehemalige Erzieherin. Deren Erlebnisse konnte man auf einer Stellwand im Kindergarten nachlesen, was sehr viele Besucher nutzten. „Das hat uns total berührt. Immer wieder kam etwa zur Sprache, wie toll die Schulanfänger-Übernachtungen früher waren“, sagte Hartfelder.
Zeitkapsel wird im Kita-Garten vergraben
Entschieden hatte man, auf Aufführungen der Kinder an diesem Tag zu verzichten und stattdessen für diese verschiedene Angebote bereitzuhalten, beispielsweise Basteln und Malen. Bei der Rimschweiler Feuerwehr konnten die Kinder Löschen üben und Geschicklichkeitsspiele mit dem Löschschlauch absolvieren. In den verschiedenen Räumen hatten die Kinder mit ihren Erzieherinnen Ausstellungen erarbeitet zu den Themen 50 Jahre Literatur, 50 Jahre Kunst, 50 Jahre Musik und 50 Jahre Kita. Jedes Kind konnte sich dabei für ein Thema entscheiden. „Das haben wir als eine Art Museum ausgeführt. So sind im Bereich Kunst Pixel-Art, Graffiti und KI-Bilder zu sehen“, erläuterte die Leiterin. Ein Höhepunkt war die Befüllung einer Zeitkapsel, die im Garten des Kindergartens für nachfolgende Generationen vergraben werden soll.