Zweibrücken Kita Mittelbach: Ein getanzter Gruß an die Kinder daheim

Die Erzieherinnen des städtischen Kindergartens Regenbogen in Mittelbach tanzen Jerusalema.
Die Erzieherinnen des städtischen Kindergartens Regenbogen in Mittelbach tanzen Jerusalema.

„Jerusalema“, ein positiv stimmendes Lied des südafrikanischen Komponisten Master KG, ist seit Wochen in aller Munde. Krankenhauspersonal und ganze Firmen, Nonnen und Vereine tanzen dazu und stellen das Ergebnis als Video ins Internet, um ihren Mitmenschen in der Coronazeit Mut zu machen. Als einer der ersten Kindergärten in der Region hat jetzt das Personal des Mittelbacher Kindergartens Regenbogen ein eigenes Tanzvideo veröffentlicht. Es ist auf der Webseite der Stadt Zweibrücken und bei Youtube zu sehen.

„Wir wollen damit die Kinder und Eltern zu Hause grüßen und Mut machen, dass es irgendwann wieder besser wird und wir wieder zusammenkommen“, beschreibt Kindergartenleiterin Iris Thiery die Motivation. 15 Erzieherinnen und die Reinigungsfrau haben den Tanz in ihrer Freizeit einstudiert, dreimal nach den Teamtreffen im Kindergarten, aber auch zu Hause per Video-App. Alles nach geltenden Corona-Regeln, wobei diese zum Zeitpunkt des Trainings und der Veröffentlichung des Videos Mitte Januar noch nicht ganz so streng waren wie jetzt. Aber Abstand halten und Maskenpflicht waren dennoch selbstverständlich.

Unter dem Motto „Wir tanzen mit“ sieht man in dem über sechs Minuten langen Video die Erzieherinnen tanzen und wie sie Schilder mit Durchhalteparolen hochhalten. Außerdem gibt es Einblicke in die Gruppenräume. „Das war uns wichtig, damit die Kinder, die uns zur Zeit leider nicht besuchen können, sich mit ihren Gruppenräumen wiederfinden und sich mit ihren Erzieherinnen identifizieren“, sagt Thiery.

Das hat geklappt. Schon kurz nach der Veröffentlichung des Videos gab es viel Lob und einige Dankeschön-Mails für die Erzieherinnen der Kita Regenbogen. „Guck mal, das ist meine Erzieherin“, sei die häufigste Reaktion der Kinder gewesen, so Thiery. Kinder haben beim Videodreh nicht mitgemacht. Das hat laut Thiery sowohl Gerechtigkeits- als auch Datenschutzgründe. Denn nur wenige Kinder können derzeit die Notbetreuung des Kindergartens besuchen, die Daheimgebliebenen wären sicher traurig gewesen, dass sie nicht mittanzen konnten. Gefilmt hat das Video eine der Erzieherinnen.

Sowohl Training als auch die Videoaufnahmen hätten sehr viel Spaß gemacht, bestätigt Thiery den Eindruck, den der Zuschauer beim Ansehen erhält. „Das war natürlich auch Motivation für das Team, denn nur gemeinsam sind wir stark und halten diese für alle schwierige Zeit durch“, erklärt die Kindergartenleiterin, die natürlich selbst mittanzt.

Info

Zu sehen ist das Tanzvideo auf der Webseite der Stadt Zweibrücken oder bei Youtube.

x