Zweibrücken Keine Gemeindeschwestern für Zweibrücken

Das Projekt „Gemeindeschwester plus“ des rheinland-pfälzischen Sozialministeriums startet ohne Zweibrücken. Die Landesregierung hat die Bewerbung der Stadt zwar zur Kenntnis genommen, Zweibrücken erhielt aber nicht den Zuschlag.
Dies teilte die Landesregierung gestern indirekt mit. Sie ließ nämlich wissen, dass Kaiserslautern den Zuschlag für das Projekt erhält – als einziger der Bewerber aus der Westpfalz. Beim Turnerjahrmarkt hatte sich Oberbürgermeister Kurt Pirmann sehr zuversichtlich gezeigt, dass Zweibrücken den Zuschlag erhält. Das groß angelegte Pilotprojekt soll ab Juli für dreieinhalb Jahre in fünf Gegenden des Landes laufen. Die Gemeindeschwester soll sich um Menschen ab etwa 80 Jahren kümmern, die noch nicht pflegebedürftig sind, aber Unterstützung benötigen. Das Ziel ist es, die Lebensqualität zu verbessern und die Selbstständigkeit zu erhalten. Laut Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) sollen die Gemeindeschwestern „sich kümmern, beraten, begleiten“. Leistungen, die bereits von Pflegediensten angeboten werden, gehören nicht zum Angebot. Es gehe darum, „eine vielfach beklagte Lücke in der Pflegeberatung zu schließen“, so Frank Weidner, Direktor des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung. „Es geht um aufsuchende Dienste. Man sitzt nicht und wartet, sondern geht auf die Menschen zu.“ Bei dem Projekt übernimmt das Land alle Kosten. Als Gemeindeschwester können sich Pflegerinnen bewerben, die erfahren sind und gut Gespräche führen können. (sach/oy)