RHEINPFALZ-Sommerredaktion Karin Ipser und Petra Ebersold haben keine Angst vor Stolpersteinen
So sieht strahlender Optimismus aus: „Aufgeben ist keine Option“, sind sich Karin Ipser und Petra Ebersoldt einig. Was sie außer einer langjährigen Freundschaft verbindet: Ihre – ja, man kann schon sagen – Liebe zum Freibad an der Schließ. Aus dieser tiefen Verbundenheit zum Traditionsbad erwuchs gemeinsam mit etlichen anderen Fans der Einrichtung die Idee, den Freundeskreis „Er-Schließ mich neu“ zu etablieren. Der hat in den vergangenen Monaten nicht nur ungeheuer viele Ideen entwickelt, um die Attraktivität des Bades zu erhalten und zu verbessern, sondern wollte als Förderverein auch ganz offiziell ins Vereinsregister (wir berichteten am 29. April). Eine Satzung war bereits erarbeitet, für die notwendigen Vorstandsposten genügend Freiwillige und ganz viele Menschen, die sich auch sonst aktiv einbringen möchten.
„Es gab eine tolle Resonanz. Eine gut dreistellige Anzahl von Interessenten stehen schon auf unserer Liste, die nur darauf warten, einen Mitgliedsantrag ausfüllen zu können“, freut sich Karin Ipser, um dann gleich auszubremsen: Weil das Freibad seit einiger Zeit nicht mehr in städtischer Trägerschaft ist, sondern den Stadtwerken – also einer GmbH – übertragen wurde, hat sich den engagierten Bürgern juristisch ein riesengroßer Stolperstein in den Weg gelegt: Ein Verein, der eine Einrichtung fördern möchte, die einer GmbH gehört, kann nicht als gemeinnützig anerkannt werden. Das haben sie beim Finanzamt erfahren. Aber: Sie lassen sich nicht unterkriegen, sind zuversichtlich in einem Gruppentreffen kommende Woche „eine kreative Lösung“ für das Problem zu finden, schließlich bestünde der Freundeskreis aus Menschen mit den unterschiedlichsten beruflichen Hintergründen.
Mit den Verantwortlichen sprechen
Mit diesem Optimismus formulieren die beiden Freibadfans auch die ersten Schritte, sobald sich der Verein freigeschwommen hat: „Zunächst einmal möchten wir natürlich mit den Verantwortlichen für das Bad ins Gespräch kommen, was sie sich eigentlich wünschen, denn das gehört unbedingt zu einer konstruktiven Zusammenarbeit. Und als nächstes soll es einen Infostand in der Fußgängerzone geben. “