Zweibrücken „Junglöwen“ unterliegen robusten „Mad Dogs“-Welpen

Neuhausen. Eine schwache Abwehrleistung war am Sonntag ausschlaggebend für die klare 28:37 (16:15)-Niederlage des SV 64 Zweibrücken () in der A-Jugend-Bundesligaspiel beim TSV Neuhausen/Filder. Damit behaupteten die 64er mit 10:12 Punkten zwar Platz sechs. Das Tabellenmittelfeld, in dem als Neunter auch der TSV Neuhausen befindet, ist aber merklich zusammengerückt.
Die Voraussetzungen beim SV 64 waren nicht gut; wie die Drittliga-Mannschaft der „Löwen“ litt auch die A-Jugend unter der zeitgleichen Spielansetzung. „Das sind halt die Nachteile der sehr frühzeitigen Förderung unserer Jugendspieler“, stellt Trainer Tony Hennersdorf fest. Eine solche Überschneidung gibt es in der laufenden Bundesliga-Saison aber nur noch zweimal. Die angespannte Personalsituation beim Nachwuchs ist zudem beeinflusst durch die Verletzungsproblematik des Männerteams. Die Begegnung in Neuhausen verlief in der ersten Halbzeit ausgeglichen bis zum 16:15 zur Pause. „Es war aber da schon erkennbar, dass wir uns im Abwehrverhalten gegen die in körperlicher Hinsicht deutlich überlegenen Gastgeber sehr schwer tun“, sagte Hennersdorf. Zudem merkte man, dass Neuhausen nur Spieler des Jahrgangs 1996 in den Reihen hatte, während die „Junglöwen“ mit B-Jugendlichen auffüllen mussten. Mit Kian Schwarzer bot das SV-Team sogar einen Spieler des ersten B-Jugendjahrgangs 1999 auf. „Für ihn freue ich mich, dass er sich in die Torschützenliste eintragen konnte“, war Hennersdorf mit dem Debüt Schwarzers „bei den großen Jungs“ zufrieden. Der Coach kritisierte aber, dass seine Truppe die Zweikämpfe gegen die körperlich überlegenen Gastgeber nicht so angenommen hatte. Die 64er agierten hier viel zu passiv. Nils Wöschler und Robin Egelhof, die beiden körperlich robustesten „97er“ im Zweibrücker Lager, waren diejenigen, die sich immer wieder durchsetzen konnten und mit acht und sieben Toren die meisten Treffer der SV-Jungs erzielten. Beim 18:18-Zwischenstand (34.) waren die SVler letztmalig auf Tuchfühlung, mussten den Kontrahenten dann allerdings davonziehen lassen. „Da lief dann kaum mehr etwas zusammen“, bemängelte Hennersdorf vor allem das Angriffsverhalten und urteilte: „Wir haben den gegnerischen Torwart warmgeworfen und dementsprechend auch in der Höhe verdient verloren“. Im Hinblick darauf, dass am Saisonende bei Punktgleichheit der direkte Vergleich Auswirkungen auf die Platzierungen hat, hätte sich der SV-Trainer mehr Gegenwehr in Hälfte zwei gewünscht. Für den SV 64 spielten und trafen: Berz, Alessandro Lehr im Tor – Nils Wöschler (8), Egelhof (7), Bach (4), Sauer (3), Bayer (2); Wack, Alt und Schwarzer (je 1), Mägel und Herrmann. (cm)