Zweibrücken
Jetzt lässt sich der Stadtrat von Künstlicher Intelligenz helfen
Die Testphase für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) bei den Sitzungsprotokollen im Zweibrücker Stadtrat ist abgeschlossen. Am Mittwoch fasste das Gremium den Beschluss, dass die Wortbeiträge nun regelmäßig in den Sitzungen mitgeschnitten werden dürfen, um die Arbeit der Protokollführer zu unterstützen. Die Geschäftsordnung des Stadtrats wurde um folgenden Passus ergänzt: „Diese Tonaufzeichnungen können zur Erstellung eines ersten Protokollentwurfs durch ein hierfür angeschafftes, KI-basiertes Programm verwendet werden, welcher der jeweiligen Schriftführung zur Fertigung der Niederschrift zur Verfügung steht.“
Laut Oberbürgermeister Marold Wosnitza stützt man sich dabei auf einen Textentwurf des Deutschen Städtetages. Die Tonaufzeichnungen, die schon seit Jahren zur Protokollierung genutzt würden und in der Geschäftsordnung geregelt seien, würden nun in das KI-Programm eingespeist. Dieses erstelle einen ersten Entwurf für das Sitzungsprotokoll, der anschließend von menschlichen Schriftführern genutzt werde. Die Aufnahmen seien ausschließlich für die Stadtverwaltung zugänglich. Die Softwarefirma könne sie nicht abrufen; die Daten würden ausschließlich auf Servern in Europa abgelegt.
Einsatz auch in anderen Gremien
Laut Auskunft von Hauptamtsleiterin Alessa Buchmann wird die Stadt jährlich 3000 Euro für die Nutzung des Programms bezahlen. Dieses soll nach Angaben des Oberbürgermeisters nicht nur im Stadtrat, sondern auch in allen anderen Gremien und Ausschüssen zum Einsatz kommen.