Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Jeder kann jeden schlagen

Das Team der VT Zweibrücken-Saarpfalz (stehend von links): Kai Schumann (Co-Trainer), Martin Morkis, Dominik Rifel, Tom Paetow,
Das Team der VT Zweibrücken-Saarpfalz (stehend von links): Kai Schumann (Co-Trainer), Martin Morkis, Dominik Rifel, Tom Paetow, Erik Zilincik, Jakob Brauns, Danijel Grgic (Trainer), sitzend: Richard Wilga, Jonas Mayer, Yannik Klöckner, Laura Gerlach (Physiotherapeutin), Alexander Dörr, Tomas Kraucevicius und Robin Schweitzer.

Zurück in der Oberliga und zum ersten Mal nach 17 Jahren ein Saisonstart ohne den langjährigen Kapitän Philip Wiese: Die Handballer der VT Zweibrücken-Saarpfalz eröffnen heute gegen die HSG Eckbachtal die Saison in der Männer-Hanball-Oberliga (Anwurf: 20 Uhr, Westpfalzhalle).

Nach dem Abstieg aus der Dritten Liga greifen die Zweibrücker wieder in der Oberliga an. Und gehören zum Kreis der Titelfavoriten. „Klar, als Absteiger werden wir sicher in dieser Rolle gesehen“, sagt Trainer Danijel Grgic, der in seine vierte Saison geht. Er bleibt locker und sieht seine Mannschaft absolut nicht unter Druck: „Wir haben einen sehr kleinen Kader. Sind wir komplett, können wir sicher eine gute Rolle spielen. Aber den Ausfall eines Leistungsträgers können wir eigentlich nicht kompensieren. Er ist überzeugt, „dass in dieser Saison nahezu jeder jeden schlagen kann. Deshalb werden mehrere Mannschaften um die Meisterschaft spielen“.

Seine Mannschaft gehe gut vorbereitet in die Runde, physisch passe es in jedem Fall. „Und natürlich hat sich am sportlichen Ehrgeiz nichts geändert. Ist doch logisch, dass wir jedes Spiel gewinnen wollen“, sagt Grgic schmunzelnd.

Die Wiese-Nachfolger

Personell gibt es Veränderungen. Den größten Einschnitt bringt das Karriereende von Philip Wiese mit sich. Das VTZ-Urgestein ging immer voran, um die Mannschaft zum Erfolg zu führen. Die Kapitänsbinde trägt nun das Duo Martin Mokris/Tom Paetow. Ihnen kommt im Rückraum eine wichtige Rolle zu. Mokris Fähigkeiten als Spielmacher werden gefragt sein. „Angesichts des kleinen Kaders ist klar, dass wir unser Spieltempo variieren müssen“, sagt Grgic. Das zu initiieren, fällt in den Aufgabenbereich von Mokris. Paetows Wurfkraft soll der VTZ aus dem linken Rückraum die wichtigen, sogenannten einfachen Tore bescheren. Rechts ist Tomas Kraucevicius der Mann, auf dessen Torinstinkt und Abwehrarbeit die VTZ setzt.

Dominik Rifel kommt zurück Mit Dominik Rifel ist ein Spieler vom Drittligisten HG Saarlouis zurückgekehrt, den VTZ-Fans bestens kennen. Der ruhige Rifel kann auf allen Rückraumpositionen spielen, die Fäden in der Hand halten – und er ist sehr abwehrstark. Das ist auch notwendig, denn neben Abwehr-Ass Wiese ist auch dessen kongenialer Partner im Innenblock, Vladislav Kurotschkin, nicht mehr dabei: Er wechselte zum Drittligisten Saarlouis. Mit ihm verlor die VTZ einen starken Abwehrspieler und Kreisläufer. Patrick Bach, der aus Illtal kommt und der Neuzugang aus der Slowakei, Erik Zilincik, sollen neben Robin Schweitzer diese Lücke schließen. Zilincik dürfte in der Abwehr neben Rifel gefordert sein. Die Außenpositionen vertraut die VTZ auf Richard Wilga und Jacob Brauns, an, die bereits in der Dritten Liga über diese Position für Tempo sorgten.

Neuer Torhüter: Alexander Dörr

Mit Alexander Dörr wurde ein neuen Torhüter verpflichtet. „Alex hat eine sehr gute Vorbereitung gespielt“, lobt Grgic. Yannic Klöckner und dessen neuer Gespannspartner, „sind sicher das beste Torhüter-Duo bei der VTZ seit ich Trainer bin“, sagt Grgic. Für die Keeper gilt es, die richtige Abstimmung mit den Vorderleuten zu finden. „Es steht außer Frage, dass die Arbeit in der Abwehr wieder das A und O sein wird“, unterstreicht Grgic.

Zu den Trainern gehört noch Thorsten Koch, Coach des Auftaktgegners Eckbachtal. Bei den Eckbachtal-Gekkos, wie sich das Team nennt, haben mit dem langjährigen Kapitän Peter Baumann und Mohammed Subab die zwei Leit-Gekkos ihre Karriere beendet. Die Mannschaft suche noch ihre Hierarchie, hat Koch nach der Vorbereitung festgestellt. Dass Eckbachtal vergangene Saison solide den Klassenverbleib schaffte, ist der Heimstärke in der harzfreien Halle geschuldet. Auswärts punkteten die Gekkos nur einmal.

Der Kader

Tor: Yannic Klöckner, Alexander Dörr

Rückraum: Martin Mokris, Tomas Kraucevicius, Tom Paetow, Dominik Rifel

Außen: Richard Wilga, Jacob Brauns, Jonas Mayer, Dennis Bernt

Kreis: Patrick Bach, Erik Zilincik, Robin Schweitzer

Zugänge: Alexander Dörr (HF Illtal), Patrick Bach (HF Illtal), Dominik Rifel (HG Saarlouis), Erik Zilincik (HG Agro Topolany), Jonas Mayer, Dennis Bernt (A-Jugend Waldmohr/VTZ)

Abgänge: Philip Wiese (Karriereende), Vladislav Kurotschkin (HG Saarlouis), Christian Ruppert (TV Homburg), Tobias Stauch (2. Mannschaft), Laurynas Petrusis, Rade Radenovic, Dusan Maric (Ziele unbekannt).

Spielplan

Freitag, 30. August: VTZ-Saarpfalz – HSG Eckbachtal

Samstag, 7. September: TV 05 Mülheim – VTZ

Sonntag, 15. September: HSG Worms – VTZ

Samstag, 21. September: SF Budenheim – VTZ

Samstag, 28. September: HC Dillingen/Diefflen – VTZ

Sonntag, 6. Oktober: VTZ – SV 64 Zweibrücken

Samstag, 12. Oktober: HSG Kastellaun/Simmern – VTZ

Sonntag, 20. Oktober: VTZ – HSG Rhein-Nahe Bingen

Samstag, 26. Oktober: HV Vallendar – VTZ

Sonntag, 3. November: VTZ – VTV Mundenheim

Samstag, 9. November: SG Saulheim – VTZ

Freitag, 15. November: VTZ – TuS KL-Dansenberg II

Sonntag, 24. November: HF Illtal – VTZ

Samstag, 30. November: HSG Völklingen – VTZ

Sonntag, 8. Dezember: VTZ – TV Offenbach

Sonntag, 15. Dezember: HSG Eckbachtal – VTZ.

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