1. FC Kaiserslautern
Marlon Ritter löst Jean Zimmer als FCK-Kapitän ab und trifft gleich
Das Geheimnis wurde gegen 12:30 Uhr gelüftet. Der 1. FC Kaiserslautern hatte über seine Kanäle bekanntgegeben, wen die Mannschaft am Freitagnachmittag zum Kapitän gewählt hatte. Jean Zimmer, der seit Februar 2021 die Kapitänsbinde trug, wurde es jedenfalls nicht mehr. Äußern dazu wollte er sich am Samstag nicht. Marlon Ritter vereinte die meisten Stimmen des Teams auf sich. „Es ist eine große Ehre. Spätestens nach dem Pokalfinale weiß die ganze Welt, was für ein Verein der FCK ist. Dass mich die Mannschaft gewählt hat, macht mich stolz“, sagte der Mittelfeldspieler. Ritter ist nach Hendrick Zuck und Avdo Spahic der dienstälteste Spieler beim FCK.
Marlon Ritter ist aber nicht die einzige neue Personalie bei der Ämtervergabe. Am Freitag wurden Daniel Hanslik, Erik Wekesser, Kenny Prince Redondo und Tobias Raschl in den Mannschaftsrat gewählt. Bis auf Redondo, der schon vergangene Saison im Teamrat vertreten war, bekam das Gremium sozusagen frisches Blut. „Es gibt einem ein gutes Gefühl“, sagte Erik Wekesser, der vor der Saison vom 1. FC Nürnberg kam, aber schon von 2007 bis 2017 beim FCK spielte: „Ich werde die Aufgabe mit Ehre erfüllen und versuche voranzugehen. Aber mit diesen Ambitionen bin ich auch hierher gekommen.“ Redondo ist Ritters Stellvertreter.
Alle tragen Trauerflor
Am Samstag beim 2:0 (0:0)-Sieg bei der Generalprobe des FCK gegen 1860 München trug Ritter, der das 1:0 (56.) an diesem Nachmittag erzielte und die Vorlage zum 2:0 durch Jannik Mause (76.) gab, aber zwei Binden am Arm: die Kapitänsbinde links und ein Trauerflor am anderen Oberarm. Sowohl der FCK als auch der bayerische Drittligist spielten mit Trauerflor. Sie gedachten dem am 10. Juli im Trainingslager in Mals verstorbenen Lauterer Zeugwart Peter Miethe.
Der letzte Test vor der für den FCK am 4. August beginnenden Zweitliga-Saison war lange Zeit kein Empfehlungsschreiben. Vor 16.139 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion hakte und haperte es noch an einigen Stellen beim FCK – aber auch bei den Münchnern. Einige Rädchen liefen beim FCK gut ineinander, andere weniger. Aber genau dafür sind solche Testspiele da. Sie zeigen dem Trainer, an welchen Stellschrauben er in der letzten Woche vor dem ersten Saisonspiel noch drehen muss. „Die ersten 15 Minuten waren wir zu zögerlich. Das müssen wir abstellen. In der Meisterschaft muss man 90 Minuten Vollgas geben“, sagte Anfang.
Ist das die Mannschaft für Ulm?
Beim FCK stockte es im Spiel nach vorne. Noch nicht alle Spielzüge flutschten. Es war in der ersten Halbzeit ein eher uninspirierter Auftritt. „Die Effektivität im letzten Drittel fehlte“, bemängelte Anfang.
Der Coach vertraute gegen 1860 München bis zur 72. Minute der Startformation. Bilden nun Julian Krahl, Frank Ronstadt, Jannis Heuer, Jan Elvedi, Erik Wekesser, Boris Tomiak, Filip Kaloc, Marlon Ritter, Richmond Tachie, Daniel Hanslik und Kenny Prince Redondo die Elf, die am 4. August, 13.30 Uhr bei Aufsteiger SSV Ulm beginnen wird? Anfang umschiffte die Antwort auf diese Frage.
