Fussball
Interne Trainer-Interimslösung beim TSC Zweibrücken
Noch vor Wochen deutete sich eine lange andauernde Zusammenarbeit zwischen dem seit Sommer 2019 amtierenden Weinmann und dem TSC Zweibrücken an – selbst wenn der durchaus ambitioniert in die Saison gestartete TSC in die Bezirksliga absteigen würde. „Wir werden auch zu unserem Trainer stehen, wenn wir in die Bezirksliga gehen müssten“, betonte der Sportliche Leiter des TSC, Hakan Haliloglou, noch vor dem Stadtderby am 10. Oktober gegen die SG VB Zweibrücken/SV Ixheim.
In diesem Spiel gelang der bis dato einzige Sieg in der Ende Oktober unterbrochenen Saison – und die Revanche fürs Verbandspokal-Erstrunden-Aus gegen die SG. Vor der Corona-Zwangspause folgte noch eine 0:3-Heimniederlage gegen Tabellenführer SV Hermersberg. Nach sechs Spielen weist der TSC sechs Punkte auf und ist damit aktuell Drittletzter in der Süd-Staffel der Landesliga West.
„Mehr Zeit für Familie“
Seit dem späten Mittwochabend ist die Zusammenarbeit mit Weinmann, der auch Trainer am Pirmasenser DFB-Nachwuchsstützpunkt ist, Geschichte. „Er hat auch durch die Corona-Pause gemerkt, dass er seine Zeit gerne mehr für die Familie nutzen würde. Die sportlichen Ziele wurden zwar nicht erreicht, aber das war nicht der Hauptgrund der Trennung“, sagt dazu Haliloglou.
„Ich habe die Entscheidung aus innerer Überzeugung getroffen, weil ich künftig andere Prioritäten setzen will. Die Familie soll im Vordergrund stehen“, sagt Jan Weinmann, der sich „für die tolle Zusammenarbeit bedankt“ und dem Verein alles Gute und sportlichen Erfolg in der Zukunft wünscht. „Das Kapitel Fußball ist für mich vorerst beendet“, führt er weiter aus. Sein „Sabbatjahr“ solle mindestens zwei Spielzeiten dauern, er schließe aber nicht aus, dass er danach noch mal ein neues Fußball-Kapitel aufschlägt.
Nun coachen also zwei bisherige TSC-Spieler, Kapitän Tobias Schön und der torgefährliche Dennis Hirt, die Mannschaft. Die Regelung mit den beiden 27-Jährigen als gleichberechtigtes Trainerduo gilt nur bis zum Ende dieser Saison. „Es wird dann eine externe Lösung geben“, kündigt der Sportliche Leiter an und fügt hinzu: „Wir wollen keinen Trainer, der nur mit fertigen Spielern arbeitet. Wir wollen junge Leute zu uns holen, die der neue Trainer entwickeln kann.“
Hirt 2021/22 dann Co-Trainer
Ihm sei dabei sehr wichtig, dass der torgefährliche Hirt dem Neuen künftig als Co-Spielertrainer zur Seite steht. „Er hat uns bereits für die kommende Saison zugesagt“, informiert Haliloglou. Die Trainersuche wolle er nicht auf die lange Bank schieben: „Wir werden das vermutlich noch in diesem Jahr entscheiden. Wir haben schon einige Leute auf dem Zettel. Aber es ist noch nichts spruchreif.“
„Fast alle haben zugesagt“
Die Planungen für den Kader der Saison 2021/22 haben die Zweibrücker bereits vorangetrieben. „Es haben fast alle für die kommende Runde zugesagt. Es gibt aber auch Spieler, die möglicherweise mal pausieren wollen“, sagt der TSC-Verantwortliche, der noch keine Namen nennen wollte. Die Verpflichtung neuer Spieler wurde bislang noch nicht in Angriff genommen.
Bei der zweiten Mannschaft soll laut Haliloglou in den nächsten Wochen ein Nachfolger für Ahmed El-Khadem Brahim-Neuhäuser präsentiert werden, der nach Saisonende zum TuS Rimschweiler wechselt.