Zweibrücken In eigener Sache: Unser Gerichtsreporter wird 80

Klaus Wunn, Sommerredaktion 2012
Klaus Wunn, Sommerredaktion 2012

Wie 80 sieht er nicht aus. Das liegt vermutlich daran, dass Klaus Wunn in Frankenholz aufgewachsen ist. Nun werden die wenigsten Zweibrücker behaupten, Frankenholz gut zu kennen. Vielleicht aber den Höcherberg, an den sich Frankenholz anschmiegt.

Der Höcherberg ist mit 518 Metern der höchste Berg des Saarlandes, wenn man einmal 14 etwas höhere Hügel im Sankt Wendeler Land außer Acht lässt. Auf dem Höcherberg steht ein Turm, der bei schönem Wetter einen Ausblick bis nach Frankreich und bis zum Rhein ermöglicht. Am Fuß des Turms befindet sich ein Wirtshaus für Wanderer und ein großer Spielplatz.

Die frische Luft der Höcher Bergwelt und die Sonne haben Klaus Wunns Gesicht geglättet, gegerbt und gepflegt. Sein Berufsweg führte ihn zur Polizei. Als Polizist lernte Wunn seinen Mitbürger Dieter Thomas Heck besser kennen. Denn der Hitparaden-Schnellredner wohnte auch in Frankenholz. Wenn Heck im Saarbrücker Funkhaus Feierabend hatte, dann kehrte er auf dem Heimweg gern auf der Polizeiwache in Bexbach ein. Man sprach über dies oder das, kam vom Hundertsten ins Tausendste – und am Ende war Heck nicht mehr in der Lage, selbst nach Hause zu fahren. Er ließ sich von der Polizei chauffieren, nicht ohne vorher seine Gattin telefonisch vorzuwarnen: Er komme gleich in der Grünen Minna nach Hause, aber er habe wirklich nichts angestellt!

Diese und andere schöne Geschichten weiß Klaus Wunn zu erzählen. Als er die Polizeimütze an den Nagel hing, wechselte er als freier Mitarbeiter zur RHEINPFALZ. Seither schreibt er mit großer Hingebung Geschichten aus den Gerichten. Klaus Wunn ist unser Gerichtsberichterstatter, hoffentlich noch viele Jahre.

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