Zweibrücken Im Juli mehr Arbeitslose

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Der Monat Juli, in dem auslaufende Ausbildungs- und Zeitverträge saisonal den Arbeitsmarkt belasten, brachte in Zweibrücken und der Südwestpfalz einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit. Nach Angaben der Agentur für Arbeit lag die Quote in der Stadt bei 7,4 Prozent (Juni: 7,2). Im Landkreis waren 18 Einwohner mehr jobsuchend gemeldet, die Quote verblieb aber bei 4,2 Prozent.

Die Entwicklung des Zweibrücker Arbeitsmarktes spiegelt die des westpfälzischen insgesamt. Die Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens (umfasst die Städte Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken sowie die Landkreise Kaiserslautern, Kusel, Südwestpfalz und den Donnersbergkreis) zählte im Juli 17817 Arbeitslose. Das waren 300 beziehungsweise 1,7 Prozent mehr als im Juni. „Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juli ist nicht außergewöhnlich. Es fällt auf, dass er deutlich schwächer ausgeprägt war als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Ein Hauptgrund ist, dass die Ferien später begonnen haben, damit auch Abschlussprüfungen später terminiert wurden und die Ausbildung der Nachwuchskräfte zum statistischen Zähltag noch nicht alle beendet waren“, erklärt Agenturleiter Hans-Joachim Omlor. Mit dem im Juli geringer als erwartet ausgefallenen Anstieg der Arbeitslosenzahl habe sich der Abstand zu den Vorjahren nochmals vergrößert. So waren gegenüber Juli vergangenen Jahres 1390 (7,2 Prozent) Arbeitslose weniger registriert. Die Quote für die gesamte Westpfalz liegt diesen Monat bei 6,5 Prozent. Sie lag damit um 0,2 Prozentpunkte über dem Wert des Vormonats, aber 0,5 Prozentpunkte unter dem Vorjahresmonat. In Zweibrücken waren im Juli 1334 Arbeitssuchende in der Vermittlung von Agentur und Jobcenter. 40 mehr als im Juni, 54 weniger als im Juli 2014. Von den Jobsuchenden hatten 421 Anspruch auf Arbeitslosengeld (31 mehr im Monatsvergleich) und 913 (neun mehr) auf Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende (Hartz IV). Im Kreis verteilten sich die 2210 Arbeitslosen auf 1194 in der Arbeitslosenversicherung und 1016 in der Grundsicherung. Am Stichtag für den Monatsbericht waren von im Kreis ansässigen Unternehmen 306 offene Stellen gemeldet, in Zweibrücken 355. In der Westpfalz gebe es eine hohe Nachfrage nach Mitarbeitern, also eine ausgeprägte Einstellungsbereitschaft der Unternehmen. Im Juli seien 1125 offene Stellen neu gemeldet worden, 168 mehr als im Juli 2014. Im ersten Halbjahr seien 13,4 Prozent mehr zu vergebende Jobs an die Vermittler gegangen als im Vergleichszeitraum 2014. Agentur-Chef Omlor spricht deshalb von einer guten Basis für den Rest des Jahres. Ein Blick auf den Ausbildungsmarkt: Kurz vor Beginn des Lehrjahres 2015 seien noch mehr Bewerber ohne Zusage als im vergangenen Jahr. Weil der „Versorgungsgrad“ schwächer sei als vor zwölf Monaten, ruft Omlor dazu auf, jetzt Entscheidungen zu treffen. Das Verhältnis von Bewerbern zu angebotenen Lehrstellen sei eigentlich günstig. Seit Oktober hatten sich 3756 Ausbildungswillige bei der Arbeitsvermittlung gemeldet. Das waren 5,4 Prozent weniger als 2014. Die Unternehmen hatten dagegen drei Prozent mehr Azubi-Stellen angeboten, insgesamt 2913. (cps)

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