Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Im einstigen Rosencafé gibt es wieder Gastronomie

Christa und Sascha Groh haben im Gebäude des Rosenhotels ihr Restaurant „Dehäm“ im ehemaligen Rosencafé eröffnet.
Christa und Sascha Groh haben im Gebäude des Rosenhotels ihr Restaurant »Dehäm« im ehemaligen Rosencafé eröffnet.

„Dehäm“ heißt das Lokal, das Christa und Sascha Groh am 7. November im ehemaligen Rosencafé eröffnet haben. Bereits seit 2006 betreiben die Eheleute das Rosenhotel.

„Weil’s Spaß macht“, begründet Christa Groh schlicht, wie es zur Neuerung im Haus kam. Arbeit haben die beiden zwar auch im Hotel schon genug. Doch viele Hotelgäste hätten gefragt, wo sie abends gut regional essen gehen können. „Wenn man einmal ums Eck geht, ist man kulinarisch in der ganzen Welt. Aber Speisen aus der Region sind nicht dabei“, meint Sascha Groh.

Nun bieten die beiden Quereinsteiger genau das im „Dehäm“ an: junge regionale Pfälzer Küche. Von Saumagen über Hoorische und Apfel-Walnuss-Kräutersalat bis zum Jungbullensteak sowie Pfälzer Bratwurst und Hausmacher Spezialitäten reicht die Karte. Dazu gibt’s eine Kinderkarte, vegetarische Gerichte sowie eine Auswahl an Desserts.

Die beiden Wirte sind Quereinsteiger

Für ihr Restaurant im Obergeschoss des Hauses an der Ecke Von-Rosen-/Fruchtmarktstraße mit 50 Sitzplätzen im Haupt- und 20 weiteren im Nebenraum haben die Grohs seit Mitte August renoviert. In den vergangenen Jahrzehnten hatten diese Räume verschiedene Gaststätten beherbergt. Zuerst das bekannte Rosencafé der Familie Schmidt, anschließend das Diner Timeless und später eine Shisha-Bar. Von angebohrten Stromkabeln über mehrere Schichten alter Tapeten bis zu diversen Wasserschäden haben die Grohs in monatelanger Arbeit etliche Altschäden beseitigt.

Inzwischen haben die Wirte einen Koch, einen Beikoch und eine fest angestellte Servicekraft eingestellt. „Wir haben drei Arbeitsplätze geschaffen“, zählt Sascha Groh zusammen. Der 52-Jährige kommt ursprünglich aus einem ganz anderen Berufsfeld. Ursprünglich hatte der Vinninger bei Audi als Kraftfahrzeugmeister gearbeitet. Auch seine Frau ist Quereinsteigerin: Die Zweibrückerin Christa Groh hatte früher als Prokuristin eines mittelständischen Unternehmens in St. Ingbert ihre Brötchen verdient. „In der Elternzeit habe ich an Wochenenden aushilfsweise im Hotel angefangen zu arbeiten, im Frühdienst“, erzählt sie. „Das hab’ ich zehn Jahre lang gemacht. Als dann die Pächter in Rente gingen, haben sie mich gefragt, ob ich das Hotel übernehmen möchte.“ Sie wollte. Nach einstimmigem Votum des Familienrats. Ähnlich lief es auch bei der Entscheidung für das Restaurant. Hier war aber kein Vorpächter die treibende Kraft. Vielmehr hatte die Vermieterin, der das ganze Haus inklusive Hotel und jetzigem Restaurant gehört, immer wieder beharrlich nachgefragt, ob sich Christa und Sascha Groh denn keinen Restaurantbetrieb vorstellen könnten. Zweiter Beweggrund waren die bereits erwähnten Gästeanfragen nach Pfälzer Küche.

Öffnungszeiten können sich noch ändern

Hotelbesucher gelangen direkt aus dem Rosenhotel ins Restaurant. Dort ist auch ein Aufzug für Rollstuhlfahrer oder Gehbehinderte vorhanden. Von der Fruchtmarktstraße kommt man über eine breite Treppe ins Restaurant.

Die Speisekarte bleibt laut den beiden Neu-Gastronomen auf jeden Fall von deutscher Küche geprägt; die meisten Gerichte wechseln alle zwei Wochen. Die Öffnungszeiten (Montag bis Freitag 17 bis 22 Uhr) sind noch an die Bedürfnisse der Hotelgäste angepasst und können sich noch ändern. Das Gros der Hotelgäste sind Handels- und Geschäftsreisende sowie Monteure.

Der Sohn der Grohs hilft in Hotel und Restaurant aus, die Schwiegertochter betreut die Präsenz der beiden Schwesterbetriebe in den sozialen Medien, sagt Christa Groh.

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