Fußball / Handball
Homberg trumpft zur Kerwe in Battweiler auf, Stambachs Tormaschine läuft
SV Battweiler: Hombergs Lauf ausgerechnet zur Kerwe
Vier Tore in zwei Spielen in fünf Tagen – so lauten die Zahlen von André Homberg in der Fußball-Bezirksliga Westpfalz. Leider hatte einer dieser vier Treffer am Ende keinen richtigen Wert mehr. Am Mittwoch, dem ersten Spiel der englischen Woche, gab es den ersten Treffer Hombergs für den SV Battweiler gegen den Tabellendritten der SG Eppenbrunn. Doch sein Führungstor wurde nicht nur egalisiert, sondern durch SGE-Akteur Claudio Malvaso quasi ins Tal der Bedeutungslosigkeit manövriert, weil Eppenbrunn mit 2:1 siegte.
„Katzweiler war wirklich sehr schwach“, urteilte Homberg dann nach dem zweiten Spiel am Samstag, als er gleich die ersten drei Tore erzielte. „Sehr einfallslos mit langen, aber ungezielten Bällen nach vorne. Wir hätten sogar noch höher gewinnen können“, kommentierte der frühere Verbandsliga-Spieler den 5:0-Erfolg seiner Mannschaft.
Gegen den Vorletzten legte der ehemalige Spielertrainer Maximilian Buchholz zum 4:0 nach. Auch der jetzige spielende Coach Pablo Geßner ließ sich nicht lumpen und schoss das 5:0. „Wir hatten tolle Unterstützung von unserer zweiten Mannschaft beim Kerwe-Heimspiel. Es war eine fantastische Leistung“, lobte Homberg, der auch sah, dass sein Team bei witterungsbedingt schwierigen Bedingungen viel Fußball gespielt habe und den Ball laufenließ: „Damit kam Katzweilers schwache und langsame Defensive nicht klar.“
SC Stambach: Tormaschine läuft gut, aber noch ein Defizit
„Aktuell läuft es für uns ganz gut vorne“, sagt Dennis Hirt, Spielertrainer des B-Klässlers SC Stambach, salopp zur gut geölten Tormaschinerie seines Teams. Schon am Mittwoch im Kreispokal schepperte es zehnmal unter dem Gebälk des TuS/DJK Pirmasens. Auch im Heimspiel am Sonntag gegen den SV Obersimten kamen die Stambacher trotz eines 0:1-Rückstands zu insgesamt einem halben Dutzend Tore. Für die ersten drei Tore zeichnete Ex-Landesliga-Spieler Hirt selbst verantwortlich. 16 Treffer in zwei Partien – das ist ein starkes Statement.
Insgesamt 54 Tore haben die Stambacher in der Liga bereits geschossen. Dafür waren nur neun Partien notwendig. „Wir machen momentan vieles richtig. Wobei wir es gegen Obersimten vorne nicht gut ausgespielt haben“, merkt Hirt an. Außerdem gebe es in der Defensive noch Nachholbedarf. Ein Beleg war das 4:4 im Spitzenspiel gegen den derzeitigen Tabellenführer SG Knopp/Wiesbach. Denn im Schnitt bekommt die Hirt-Elf fast zwei Gegentore pro Partie. Das könnte im Aufstiegskampf dann doch hinderlich sein, gerade weil in der B-Klasse West das Feld mit der SG Knopp/Wiesbach und dem SV Großsteinhausen an der Tabellenspitze noch sehr eng ist und auch dahinter noch einige Teams lauern.
A-Klasse: Ein schönes Bild an der Tabellenspitze
Ein schönes Bild bietet derweil die A-Klasse Pirmasens/Zweibrücken an der Tabellenspitze. Denn gleich zwei Klubs aus der Region Zweibrücken liegen vorne. Spitzenreiter ist der SVN Zweibrücken, der frühere Regionalligist, der seit Jahren mit einer gewissen Stetigkeit am Aufstieg in die Bezirksliga vorbeischrammt.
Die SG TuS Rimschweiler/VB Zweibrücken folgt dem Team von der Hofenfelsstraße punktgleich und kann sich nach zehn Spieltagen – einem Drittel der Saison – ebenso berechtigten Hoffnungen auf den Aufstieg in die Bezirksliga machen wie die Niederauerbacher.
Beide Teams lieferten am Sonntag auch auswärts: der SVN beim FC Fehrbach (5:2), die SG beim SV Trulben (3:1). Es wäre doch schön für den Fußball in der Rosenstadt, wenn es zumindest wieder einen weiteren Bezirksligisten neben Contwig und Battweiler gibt. Sowohl der SVN als auch die SG haben es sportlich drauf und müssen sich eben „nur noch“ daran machen, die sportlichen Leistungen bis zum Ende durchzuziehen. Dazu gilt es nun, bis zur Winterpause nachzulegen.
TV Thaleischweiler: Handball im Exil ist nun beendet
Was für eine freudige Überraschung: Unmittelbar vor Saisonstart erreichte den TV Thaleischweiler die Nachricht, dass die zwei Jahre gesperrte IGS-Sporthalle im Ort wieder für Handballspiele genutzt werden kann. Etwas funktioniert aber noch nicht.
Den Handball-Abteilungsleiter des TV Thaleischweiler, Maximilian Huber, erreichte die Nachricht zunächst als Gerücht: „Eltern unserer Jugendhandballer haben es aus der Schule erfahren, dass die Halle wieder offen sei. Dann habe ich bei der Kreisverwaltung nachgefragt, und kurz darauf kam die E-Mail.“ Die so lange gesperrte Sporthalle der IGS Thaleischweiler-Fröschen hat einen komplett neuen Boden, auch das Dach ist wie geplant erneuert. Bei diesen Arbeiten kam es zu einem Wassereinbruch, der den Boden zerstörte – und die Bauarbeiten immer wieder aufs Neue verzögerte. Zwei Jahre ist das jetzt her.
„Der Boden ist super, da kann man sich nicht beschweren, der alte war rutschiger, auch wegen des Drecks“, sagt Huber. Dass das Dach neu sei, sehe man zwar, an den Lichtverhältnissen habe sich aber nichts verändert. Inzwischen trainieren wieder alle TVT-Handballmannschaften in der IGS-Halle, die Ausweichquartiere (unter anderem Contwig, Maßweiler und Waldfischbach-Burgalben) müssen nicht mehr genutzt werden, obwohl es noch ein Problem gebe: Die Duschen sind noch nicht nutzbar. Zumindest fürs Wochenende, wenn Spielbetrieb in der IGS-Halle stattfindet, gibt es aber eine Lösung. „Nach dem Training duschen alle daheim, nach Spielen dürfen wir die Duschen der Fußballer der SG Thaleischweiler-Fröschen kostenlos nutzen“, informiert Huber. „Das ist super. Wir revanchieren uns, indem wir den Fußballern im Winter einige Trainingszeiten abgeben.“