Zweibrücken Hoffen auf den Raus-ins-Freie-Effekt

ZWEIBRÜCKEN. Es könnten ein paar Grad mehr sein am Sonntag, dann würden die äußeren Rahmenbedingungen für den Frühjahrsrenntag des Pfälzischen Rennvereins Zweibrücken stimmen. Acht Rennen stehen am Sonntag ab 14 Uhr auf der Rennwiese auf dem Programm. Höhepunkt ist dabei das mit 6600 Euro dotierte Jagdrennen über 3500 Meter.
Welche Trainer ihre Pferde an den Start schicken, steht erst heute fest. Die Hoffnung, dass es ordentliche Startfelder gibt, besteht noch. Bis gestern war die Resonanz nicht ganz so, wie vom Rennverein erhofft. Zwei Ausgleich-IV-Galopprennen, eines über 1800 Meter und eines über 2400 Meter, sind mit jeweils acht Nennungen gut nachgefragt. Das Juniorcup-Rennen für Nachwuchsreiter ist mit zehn Pferden ausgebucht. In den vergangenen beiden Jahren wurden diese Rennen vom belgischen Reiter Loid Bekaert dominiert. Nun sorgt die 14-jährige Schweizerin Arabella Vercelli für die internationale Note. Von den heimischen Besitzertrainern sind Christian Peterschmitt (Bottenbach), Kurt Kasper (Althornbach), Günter Schwab (Herschberg) sowie Besitzer Heinz Förch im Starterfeld vertreten. Aus dem Westen reisen die Erfolgstrainer Christian von der Recke (Weilerswist), der derzeit die Championatswertung anführt, und Sascha Smrczek (Düsseldorf) an. In den Sattel steigt auch die amtierende Amateur-Championesse Larissa Bieß aus Münchweiler. Nach ihrem ersten Sieg bei der Fegentri-Weltmeisterschaft am Ostermontag in Köln tritt sie als WM-Führende an. Herausragendes sportliches Ereignis ist das Jagdrennen. Mit sechs Startern, unter anderem aus dem Von-der-Recke- und dem Smrczek-Stall, ist die Konkurrenz überschaubar, aber nicht minder reizvoll. Für einen Zweibrücker Frühjahrsrenntag ungewöhnlich ist die lange Trockenheit über Winter. Wahrscheinlich muss die Bahn bis zum Sonntag noch gewässert werden. Ungewöhnlich ist auch die Zurückhaltung der Trainer bei den Nennungen. „Wir bemühen uns, Geld zur Finanzierung der Rennen beizuschaffen, und die Reaktion der Trainer ist ganz dünn“, sagt Rennvereins-Geschäftsführer Heinrich Schmahl mit Blick auf die bislang angemeldeten 56 Pferde. „Ich habe keine Erklärung dafür“, fügt er an. Dass Saarbrücken traditionell am Ostermontag seine Saison eröffnete und am letzten April-Wochenende die Mannheimer Badenia auf dem Programm steht, könnte eine gewisse Rolle beim Nennungsergebnis gespielt haben, vermutet er. Schmahl setzt jetzt auf die Publikumskarte: „Bis Sonntag könnten es ein paar Grad wärmer werden“, hofft er auf Frühlingswetter und den damit verbundenen Zuschauerzuspruch.