Zweibrücken Hengstbach feiert Blütenfest – alte Bräuche und frische Ideen

Mächtig was los war wieder beim Hengstbacher Blütenfest.
Mächtig was los war wieder beim Hengstbacher Blütenfest.

Am 1. Mai jährte sich das Hengstbacher Blütenfest zum 97. Mal und bot den Besuchern weit mehr als Tradition: Unerwartete Neuerungen begeisterten Wanderer und Radfahrer.

Viel fehlt nicht mehr zum großen Jubiläum: Das Hengstbacher Blütenfest feierte am Donnerstag seinen 97. Geburtstag. Seit vielen Jahren lockt es zahlreiche Wanderer und zunehmend Radfahrer, darunter viele E-Bike-Fahrer, aus der gesamten Region auf den Festplatz des Gemischten Chores oberhalb des Hengstbacher Dorfgemeinschaftshauses. Bereits ab dem späten Morgen trafen sich Radfahrer und Mai-Wanderer, eine Handvoll Besucher kam mit dem Auto, und später folgten viele Fußgruppen mit Bollerwagen sowie Abordnungen befreundeter Straußjugenden.

Traumhafte Kulisse auf dem Festplatz.
Traumhafte Kulisse auf dem Festplatz.

Zum vierten Mal haben der Gemischte Chor, der Förderverein Kultur Dorfgemeinschaftshaus Hengstbach, die Landfrauen Hengstbach und die Hengstbacher Straußjugend gemeinsam die Bewirtung übernommen. Eine reichhaltige Speisekarte, erstellt in Zusammenarbeit mit der Zweibrücker Metzgerei Helbling, bot hauptsächlich Hausmannskost und zog Besucher an, die zum Teil von weit her angereist waren. Organisator Markus Wolf berichtete von rund 100 Helfern, die sich darum kümmerten, die Gäste mit Speis und Trank zu versorgen. Die Einnahmen des Festes kommen zu gleichen Teilen den vier beteiligten Vereinen zugute und unterstützen zudem das Dorfgemeinschaftshaus Hengstbach.

Früher ein mehrtägiges Fest

Dieses Jahr gab es einige Neuerungen: Die Holzbühne, die früher beim Blütenfest in einem Festzelt genutzt wurde, wurde wieder aufgebaut, um mehr Sitzplätze zu schaffen. Zudem führten die vier Vereine ein neues elektronisches Kassensystem an der Getränkeausgabe ein, um die durstigen Besucher schneller bedienen zu können.

Der Vorsitzende des Gemischten Chors Hengstbach, Winfried Schwarz, hilft seit nunmehr 61 Jahren und seit seinem 16. Lebensjahr jedes Jahr beim Blütenfest. Schwarz erinnert sich: „Früher hatten wir ein Zelt, und das Fest ging über drei oder vier Tage, inklusive Tanzmusik. Aber 2010 beschwerte sich ein Nachbar wegen des Lärms. Das Oberverwaltungsgericht Neustadt machte uns so viele Auflagen, die wir nicht einhalten konnten, dass wir auf den 1. Mai zurückgingen. Seitdem dauert das Fest nur noch einen Tag.“ Bis 2022 organisierte der Gemischte Chor das Fest alleine; seither sind die Landfrauen, die für selbstgebackene Torten und Kuchen sorgen, sowie die Straußbuben und der Förderverein mit dabei.

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