Zweibrücken Handball: Zweibrücker Drittligist mit besserer „Crunch-Time“

Der stark spielende VTZ-Halbrechte Tomas Kraucevicius (Zweiter von links) trifft hier zwar den Block, der abgefälschte Ball land
Der stark spielende VTZ-Halbrechte Tomas Kraucevicius (Zweiter von links) trifft hier zwar den Block, der abgefälschte Ball landete unter den Augen von Vladislav Kurotschkin (Nummer 95) aber doch im Tor. Foto: MML

Zwei Punkte, nach fünf Rückrundenspielen schon so viele Siege wie in der gesamten Vorrunde, zum ersten Mal in dieser Runde zwei Siege in Folge und die Abstiegsränge verlassen – für die Drittliga-Handballer der VT Zweibrücken-Saarpfalz gab es gestern einiges zu bejubeln. Verbunden war alles mit dem 28:24 (12:12)-Sieg gegen den Konkurrenten im Abstiegskampf, den TVS Baden-Baden.
Dass die Zweibrücker nicht ihren besten Tag erwischten, das Spiel zu Recht mit dem Stempel „Kellerduell“ versehen wurde, focht die Zweibrücker nicht an. „Entscheidend ist, dass wir zwei Punkte haben“, sagte VTZ-Trainer Danijel Grgic. Möglicherweise habe sich seine Mannschaft selbst zu stark unter Druck gesetzt, weil es ein Spiel gewesen sei, vor dem es geheißen habe, „das müsst ihr gewinnen“, suchte er nach Gründen für die Leistung, die ihn während der 60 Spielminuten mehrfach laut werden ließ.
Die Abwehr der VTZ war zunächst nicht immer im Bilde, Torwart Yannic Klöckner mit Startschwierigkeiten – und vorne lief auch nicht wirklich viel zusammen. Im ersten Durchgang war es Tom Paetow, der mit sieben schönen Treffern aus dem Rückraum die Gastgeber im Spiel hielt. Wichtig, dass Klöckner in der 23. Minute einen Strafwurf von Fritz quasi an die Latte guckte. „Groß bleiben“, hatte ihm VTZ-Torwarttrainer Kai Schumann eindringlich vor dem Siebenmeter signalisiert. Klöckner blieb groß, parierte diesen und drei weitere Siebenmeter. Damit eröffnete Klöckner seinem Team die Chance, mit einer Führung in die Pause zu gehen. Martin Mokris traf 20 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff zum 12:11. Die VTZ, die auf den siebten Feldspieler gesetzt hatte, konnte aber nicht schnell genug wechseln, so dass Sebastian Wichmann noch mal zum 12:12 ins leere VTZ-Tor traf.
Nach dem Wiederanpfiff hatten zunächst die Gäste die Nase vorn. Dann steigerten sich Zweibrückens rechter Rückraumspieler Tomas Kraucevicius, der zum Matchwinner avancierte, und Kapitän Philip Wiese: Kraucevicius vorne – zum Beispiel beim mit Glück noch abgefälschten Wurf zum 13:13 – und Kraucevicius hinten, bei wichtigen Blockaktionen und erfolgreichen Ballgewinnen. Kämpferisch warfen gerade die beiden VTZ-Senioren alles in die Waagschale.
Wiese war es auch, der die VTZ, die wieder einem Rückstand nachgelaufen war, beim 18:17 im zweiten Abschnitt erstmals in Führung brachte. Und Wiese traf auch zum 20:19, Kraucevicius erhöhte auf 21:19. Baden-Baden wechselte den Torwart. Keine gute Entscheidung. Die VTZ zog auf 24:21 davon. Es war die Entscheidung in einem Spiel, in dem beiden Mannschaften etliche Fehler unterliefen.

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