Zweibrücken Höllenritt nach Marokko

„Besser hätte es gar nicht kommen können – und die RHEINPFALZ war daran nicht ganz unbeteiligt.“ Der Zweibrücker Manfred Herm und seine Frau Ute schauten gestern in der Sommerredaktion vorbei, um von ihrem Treffen mit dem Porsche-Werksfahrer Timo Bernhard zu berichten, der am vergangenen Wochenende beim Homburger Bergrennen startete. Für den riesengroßen Motorsportfan zählt Bernhard zu den besten Rennfahrern Deutschlands, „Auch wenn er nicht so bekannt ist wie Sebastian Vettel“, sagt Herm. Der 64-Jährige hat am vergangenen Mittwoch aus der RHEINPFALZ erfahren, dass man ein Treffen mit dem Rennfahrer gewinnen konnte. Keine Frage, dass er es versuchen würde, und „tatsächlich hat Bernhards Sprecher angerufen und uns eingeladen“, berichtet der Zweibrücker. Samstags haben die Herms dann die Bernhards getroffen und waren hin und weg. „Die ganze Familie ist total bodenständig und sympathisch und überhaupt nicht abgehoben. Wir haben erzählt, als würden wir uns schon kennen“, berichtet Ute Herm. Gesprächsstoff hätten Timo und Manfred schnell gefunden. Herm, der bei Dingler (heute Terex) Dreher gelernt hat, war schon immer von Motoren fasziniert. Im Porsche-Museum war er dabei, wie der Motor eines 911ers zerlegt und wieder zusammengebaut wurde. „Das ist das Höchste, was es im Motorsport gibt“, schwärmt Herm. Das Modell eines Porsche 911 in Rot habe Bernhard ihm am Wochenende signiert, und das gute Stück sei nun etwas für die Hermsche Vitrine. Ansonsten sind Motorräder das große Steckenpferd des Zweibrückers. Über 30 Maschinen habe er besessen, den Kauf einer weiteren will er nicht ausschließen. Mit Ehefrau Ute sei er früher viel in Westeuropa unterwegs gewesen, vor allem in England, Irland und auf der Isle of Man in der Irischen See, wo es den Herms vor allem die Straßenrennen angetan haben. „Das ist das Mekka aller Motorradfahrer. Dort gibt es die Straßenrennen, die bei uns schon lange verboten sind“, erzählt Herm. Seine weiteste Fahrt führte ihn nach Marokko. „Es war die Horrorfahrt meines Lebens. 16 Stunden durch Regen und Schnee im schlimmsten Unwetter.“ Auch die Zweibrücker können sich gut an dieses Unwetter erinnern. Es setzte 2002 den Pfingstmarkt und das Hallenbad unter Wasser.