Zweibrücken „Hölle Süd“ verbreitet wieder Schrecken

«ZWEIBRÜCKEN.» Am Sonntag müssen sich die Oberliga-Handballer des SV 64 Zweibrücken wappnen. Auf sie wartet ein Spiel in der Hölle, genauer gesagt in der „Hölle Süd“ beim TV Offenbach (Anwurf: 18 Uhr).
„Hölle Süd“, so nennen die TVO-Fans die Queichtalhalle. Über viele Jahre bereiteten sie gegnerischen Teams dort einen höllischen Empfang. Zwischendurch ging es sportlich etwas bergab und auch die „Hölle Süd“ verlor für die Gegner ihren Schrecken. „Aber das ist passé. Es ist wieder die Hölle Süd“, sagt Stefan Bullacher, Trainer des SV 64 Zweibrücken. Die Fans in Offenbach stehen wieder hinter der Mannschaft, unterstützen diese bedingungslos. Als Hauptgrund dafür, dass Offenbach aktuell Tabellendritter ist, zu Monatsbeginn den Handballfreunden in Illtal eine schmerzliche Niederlage beibrachte – nach zwei Jahren die erste Heimniederlage für die Illtaler –, macht Bullacher eines aus: die hervorragende Arbeit des neuen TVO-Trainers Michael Übel. Persönlich kenne er ihn nicht, sagte Bullacher über den früheren Offenbacher Spieler, der dem Verein immer die Treue gehalten hat. Beim Videostudium der Offenbacher Spiele sei die Handschrift des Trainers, die perfekt auf den Gegner angepasste Taktik, unübersehbar, lobt Bullacher. Auch wenn es für seine Mannschaft am Sonntag eine schwere Aufgabe wird, freut ihn die Entwicklung in Offenbach. „Die haben sich irgendwann klar entschieden auf Spieler aus der Region zu setzen, sich als Mannschaft weiterzuentwickeln und haben auf diesem Weg auch Rückschläge einkalkuliert und angenommen“, sagt der SV-Trainer. Im Prinzip sei Offenbach auf dem Weg, den auch der SV 64 beschritten hat. „Sie sind schon ein Stück weiter“, steht für Bullacher fest. Dass dieser Weg von den Fans honoriert werde, das zeigten die Zuschauerzahlen in Offenbach und Zweibrücken. Die Ignaz-Roth-Halle war zuletzt stets auch eine sehr gut gefüllte, stimmungsvolle Handballhalle. „Es macht einfach Spaß in solchen Hallen zu spielen“, sagt Bullacher. Der SV-Trainer fährt mit Personalsorgen nach Offenbach. Die schon befürchtete schlechte Nachricht bezüglich der Verletzung Tom Griesers hat sich bestätigt. Der Kapitän erlitt im Spiel gegen Worms einen Muskelbündelriss, fällt zwei Monate aus. Die Krankheit, die derzeit Christopher Huber außer Gefecht setzt, muss genauer untersucht werden. Ein Einsatz am Sonntag ist ausgeschlossen. Diese Woche musste Kreisläufer Kian Schwarzer krankheitsbedingt passen. Ob er einsatzfähig ist, wird sich kurzfristig entscheiden. In jedem Fall werden die A-Junioren Sebastian Meister und Felix Dettinger in der Oberliga spielen.