Zweibrücken
Grundschulen öffnen vorsichtig
Welche Schulen öffnen?
Das sind Albert-Schweitzer-Grundschule in Ernstweiler, Breitwiesen-Grundschule in Ixheim, Hilgard-Grundschule in Zweibrücken, Pestalozzi-Grundschule in Zweibrücken, Grundschule Sechsmorgen in Niederauerbach, Thomas-Mann-Grundschule in Ixheim sowie die Grundschulen in Rimschweiler und Mittelbach. Außerdem die Canadaschule in Zweibrücken als Grund- und Förderschule.
Wie wird unterrichtet?
Rimschweiler: Für die Klassen eins bis drei ist genügend Platz, um 1,50 Meter Abstand zu halten. Deshalb gibt es Wechselunterricht nur für die Viertklässler. Gewechselt wird täglich.
Canadaschule: Die Klassen eins bis vier werden alle aufgeteilt. Die einzelnen Gruppen werden im täglichen Wechsel unterrichtet. Die neunten Klassen sind als Abschlussklassen jeden Tag vor Ort. Für die fünften bis achten Klassen gilt weiterhin Fernunterricht.
Mittelbach: Erste und zweite Klasse können die Schule täglich besuchen. Dritte und vierte Klasse werden geteilt und die Gruppen im täglichen Wechsel unterrichtet.
In den anderen Schulen war Stand Freitag niemand zu erreichen. Auch die Stadtverwaltung konnte keine Angaben machen, wie genau dort der Unterricht organisiert wird. Dazu liegen laut Schuldezernentin Christina Rauch noch keine Rückmeldungen von den Schulen vor, die den Wechselunterricht selbst organisierten.
Gibt es weiterhin Notbetreuung?
Die Notbetreuung wird laut Rauch weiterhin angeboten. In der vergangenen Woche haben in den Grundschulen durchschnittlich 119 Schüler und in den weiterführenden Schulen durchschnittlich 32 Schüler das Angebot in Anspruch genommen. „Die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die die Notbetreuung nutzen, nimmt stetig zu“, so Rauch.
Welche Regeln gelten in den Schulen?
Wie üblich sind das Abstand, Maske und Lüften. Eine medizinische Maske können die Grundschüler tragen, sie müssen es aber nicht. Eine Alltagsmaske tut es laut Hygieneplan der Landesregierung auch. Dieser gilt ab Montag. In den Schulbussen muss allerdings eine medizinische Maske getragen werden.
Zusätzlich will die Stadt den Schulen Geräte zur Verfügung stellen, die die Luft in den Räumen überwachen. Sie zeigen die Kohlendioxid- und Aerosol-Konzentration in der Luft an. Wird letztere, beispielsweise durch Lüften, gering gehalten, steckt man sich nicht so schnell an.
Gibt es ein Mittagessen?
Essen gibt es, aber kein warmes, informiert Rauch. Das lasse die Corona-Verordnung nicht zu. „Allerdings werden hochwertige Lunch-Pakete nach Wunsch beziehungsweise Bestellung durch die Schulen für die Schulgemeinschaften geliefert“, so Rauch.
Was ist mit dem Schulsport?
Praktischer Sportunterricht kann nur draußen gehalten werden – ohne Maske, aber mit Abstand. „Wir werden in der nächsten Woche situativ die Zweibrücker Sportstätten für den Schulsport öffnen“, kündigt die Schuldezernentin an. Sporttheorie kann wie andere Fächer im Klassenzimmer behandelt werden.
Fahren genügend Busse?
Für die stark genutzten Linien will die Stadt weitere Schulbusse bestellen, damit die Schüler nicht zu dicht beisammen sitzen. Hier bittet Rauch die Schulen, sich zu melden, sollten bei einer Linie noch mehr Busse nötig sein. „Wir werden uns dann umgehend mit den zuständigen Stellen in Verbindung setzen“, verspricht Rauch. Zudem habe die Stadt medizinische Masken an die Verkehrsbetriebe verteilt. Sie sind für den Fall gedacht, dass ein Schüler seine Maske vergisst.
Der Fall, dass ein Schüler wegen fehlender Maske nicht mitgenommen wird, soll so vermieden werden. Diese Woche hatte der Vater eines Neunjährigen berichtet, dass sein Sohn nicht in den Bus einsteigen durfte, weil er seine Maske vergessen hatte. Der Junge sollte zur Notbetreuung in die Maxstraße fahren, weil die Eltern nicht zu Hause gewesen seien.
Warum nicht alle Schulen öffnen?
Diese Frage stellt sich bei der niederen Inzidenz in Zweibrücken (11,7 Stand Freitag) zwangsläufig – nicht nur bei den Schulen. Laut Rauch kann die Stadt allerdings nicht eigenständig über Schulöffnungen entscheiden. Das liege in der Hoheit der Landesregierung.