Zweibrücken Geschäft der VR-Bank läuft gut, Genossen zahlen aber keine Dividende
Die Corona-Krise hat der Geschäftsentwicklung der VR-Bank Südwestpfalz bisher nicht geschadet. Im Gegenteil. Dagegen müssen die Mitglieder in diesem Jahr voraussichtlich auf eine Dividende verzichten. Die bisher guten Geschäftszahlen (bis 31. Mai) haben den Vorstand der VR-Bank selbst überrascht. Vorstandssprecher Paul Heim und sein Kollege Michael Knecht sowie Bereichsleiter Marco Raschke listeten am Dienstag auf, wo die Bank trotz Corona-Krise in den ersten Monaten im Vergleich zum Vorjahr zugelegt hat: im Kreditkundengeschäft (2 Prozent), bei den Darlehen (3,4 Prozent) und im Wohnungsbau (4,2 Prozent). Gerade die Baufinanzierung sei stark nachgefragt worden, sagte Knecht. Kunden, die nicht kurzarbeiten mussten, hätten kräftig in den Wohnungsbau investiert.
Dass die VR-Bank Südwestpfalz dennoch voraussichtlich keine Dividende ausschüttet, hat mit den eigenen Geschäftszahlen nichts zu tun. Grund ist die dringende Empfehlung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), bis Oktober 2020 auf Ausschüttungen zu verzichten. Und mit der Bafin will sich die VR-Bank nicht anlegen. Also werde der Überschuss „zur inneren Stärkung der Bank“ dem Eigenkapital zugeführt, sagte Knecht. Dass nach dem Oktober noch eine Dividende gezahlt wird, sei möglich. Man gehe aber eher nicht davon aus. Die Vertreter versammeln sich am 8. September in Zweibrücken.
Für die Kooperation mit der Sparkasse Südwestpfalz fand Heim lobende Worte. Sie komme gut an und werde auch genutzt. Gemeinsam betriebene SB-Filialen gibt es beziehungsweise wird es geben im Outlet, in Niederauerbach, in Lemberg, und im Pirmasenser Kaufland in der Zweibrücker Straße.