Zweibrücken Freude am Diskutieren

Yannis Rieber strebt ein Mandat an.
Yannis Rieber strebt ein Mandat an.

Yannis Rieber ist mit 19 Jahren einer der jüngsten Kandidaten, die für den Stadtrat kandidieren. Er steht bei der Partei Die Linke auf Platz sechs – dabei ist Rieber noch kein Jahr lang Mitglied der Partei.

„Als ich 18 Jahre alt wurde, war mir klar, dass ich mich politisch engagieren wollte“, erzählt Rieber. Die Linkspartei war für ihn – vor allem wegen dem Linken-Grundsatz der sozialen Gerechtigkeit – die am besten passende Partei. „Ich wurde gefragt, ob ich für den Stadtrat kandidieren will, woraufhin ich zugestimmt habe“, sagt Rieber stolz. Der 19-Jährige will sich im Stadtrat, passend zu seinem Alter, vor allem für Jugendliche stark machen: „Was haben wir denn in der Stadt, was für uns wirklich ansprechend ist? Das Angebot ist knapp und das, was da ist, ist zu teuer“, kritisiert er. Die Familie des Ixheimers sei stolz auf die Kandidatur, berichtet Rieber. Seine Bekannten, vor allem die aus dem Gasthaus Hobbit, in dem er arbeitet, haben die Kandidatur sehr gut aufgenommen. Negative Stimmen zu seiner Kandidatur hat er bislang nicht gehört. Beim Wahlkampf hilft Rieber dort, wo er kann: „Ich verteile Flyer, hänge Plakate auf und versuche so gut es geht am Infostand in der Fußgängerzone zu sein. Nur klappt das manchmal nicht, da ich oft freitagabends arbeiten muss“, sagt Rieber. Ein großes Hobby des 19-Jährigen ist die Rimschweiler Straußjugend. Rieber ist, obwohl er auf dem Galgenberg in Ixheim wohnt, dort seit vier Jahren Mitglied. „Ich hab viele gute Freunde im Rimschweiler, war oft bei denen. Man könnte fast sagen, ich habe dort gewohnt. So bin ich auch in die Straußjugend gekommen“, erzählt er. Zudem war er bis zum vergangenen Jahr bei den Pfadfindern und ist Gründungsmitglied der hiesigen Solid, der Jugendorganisation der Linken. Rieber denkt, dass er durch sein junges Alter gut in den Stadtrat passe. „Der Stadtrat darf einen nicht verändern, auch privat nicht“, weiß er aber. Dennoch sei man in der Öffentlichkeit nach der Wahl ein Stadtratsmitglied, das für jeden ein offenes Ohr haben müsse. Auf Diskussionen im Rat hat Rieber sich schon eingestellt: „Mit Älteren ist es schwieriger zu diskutieren, da sie oft in ihrer Meinung festgefahren sind. Mit Jungen kann ich gut und sachlich diskutieren“, so der Stadtratskandidat. Noch ist der 19-Jährige Schüler an der Berufsschule, die er bald mit dem Fachabitur verlassen wird. Im August will er eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger beginnen.

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