Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Frauen-Oberliga: SV 64 Zweibrücken verliert

Machte ein gutes Spiel: Janine Baus (beim Wurf), die insgesamt siebenmal für Zweibrücken traf.
Machte ein gutes Spiel: Janine Baus (beim Wurf), die insgesamt siebenmal für Zweibrücken traf.

Handball: Endlich mal wieder ein größerer Kader. Aber den Oberliga-Frauen des SV 64 war die lange Zeit, in der kein komplettes Team trainieren und spielen konnte, bei der 17:25-Niederlage gegen die VTV Mundenheim deutlich anzumerken – auch wenn die Partie lange offen war.

Nach 40 Minuten stand es am Sonntag beim Heimspiel der Oberliga-Handballerinnen des SV 64 Zweibrücken gegen die VTV Mundenheim 15:16. Doch nach 60 Minuten hieß es 17:25.

Dass es lange ein Spiel zweier Mannschaften auf Augenhöhe war, lag auch an SV-Torfrau Annalena Zahm. Nachdem ihr die Mundenheimer Rückraumschützinnen in der Anfangsphase keine Chance gelassen hatten, steigerte sie sich enorm, blieb in mehreren Eins-gegen-eins-Situationen Siegerin und hielt so ihre Mannschaft so mit im Spiel.

Lydorfs Fazit

„Wir haben am Anfang ganz gut getroffen, hatten in der Defensive einige Probleme. Als die Abwehr die Unterstützung bekam, die sie brauchte, haben wir nicht mehr getroffen“, fasste SV-Trainer Rüdiger Lydorf die 60 Minuten treffend zusammen.

Die Zweibrückerinnen, die zweimal in 4:6-Unterzahl spielen mussten, überstanden die erste Unterzahlphase sogar sehr gut. Janine Baus traf zur 15:14-Führung. Es sollte die letzte Zweibrücker Führung bleiben, denn in der 40. Minute begann das Spiel zu kippen. Den Zweibrückerinnen sollten in den abschließenden 20 Minuten gerade noch zwei Tore gelingen. Das reicht dann einfach nicht, um ein Oberligaspiel zu gewinnen.

Am Ende fehlt die Kraft

Das war aber sicher auch eine Folge davon, dass vielen Spielerinnen nach wochenlanger verletzungs- und krankheitsbedingter Auszeit schlicht die Kraft und damit auch die Konzentration fehlt. „Ich konnte am Freitag im Training, ich glaube, zum ersten Mal überhaupt in dieser Runde, mit sechs gegen sechs spielen“, skizzierte Lydorf die Personallage der vergangenen Wochen, in denen manche Trainingseinheit komplett abgesagt werden musste.

Von der 40. bis zur 47. Minute bestimmten Annalena Zahm und ihr Mundenheimer Gegenpart Sarah Hemmerich das Geschehen, ließen keine Tore zu und hatten, wie Hemmerich, auch das Glück der Tüchtigen auf ihrer Seite. In dieser Phase warf Rebecca Knoll einen Strafwurf für Zweibrücken über das Tor. Janine Baus setzte ihren Siebenmeter an die Latte. Auch Zahm war in dieser Phase zur Stelle, entschärfte einen Strafwurf von Marlen Wehr.

Ein Fünkchen Hoffnung

Ein Siebenmeter leitete schließlich die Niederlage der Zweibrückerinnen ein. Jacqueline Tines war die dritte VTV-Spielerin, die zum Strafwurf antrat und sie traf: 17:15 für Mundenheim. Auch ihre noch folgenden zwei Strafwürfe verwandelte Tines sicher. 51 Minuten waren gespielt, als Rebecca Knoll das 17:19 für den Tabellenletzten erzielte. Noch mal ein Fünkchen Hoffnung, denn den Treffer hatte Knoll in Unterzahl erzielt.

Aber jeweils ein Doppelschlag von Anna Butz und Marlis Mader brachten Mundenheim mit 23:17 in Führung und endgültig auf die Siegerstraße. „Wir hätten die Partie schon früher für uns entscheiden können“, resümierte VTV-Trainer Thorsten Engert. Ein entscheidender Faktor für den Mundenheimer Erfolg war die besser besetzte Bank. Engert: „Ich konnte mehr wechseln und im Grunde ohne größere Qualitätsverluste.“ Mit dem Wechseln hatte Engert bereits in der ersten Halbzeit begonnen, was Kraftreserven für die spielentscheidende Phase brachte, die Zweibrücken – hier waren die Stammkräfte nahezu über die gesamte Spielzeit gefordert – schließlich fehlten.

SO SPIELTEN SIE

SV 64 Zweibrücken: Zahm - Baus (7/1), Hoffmann (1), Hilz (1) - Schlicker, Luga (2) - Bullacher (3) - Müller, Knoll (3), Hartfelder

VTV Mundenheim: Hofmann, 31. Hemmerich - Bringsken (1), Wehr (5/1), Reis (6) - Ayleen Michel (1), Gunst - Weingarte (1) - Fabienne Micel, Tines (3/3), Butz (4), Wendler, Mayer, Mader (4)

Spielfilm: 5:5 (10.), 9:9 (19.), 9:12 (23.), 12:12 (Halbzeit), 15:16 (40.), 15:17 (47.), 17:19 (51.), 17:25 (Ende) - Zeitstrafen: 5:3 - Siebenmeter: 3/1 - 6/4 - Beste Spielerinnen: Zahm, Bullacher, Baus - Reis, Wehr, Butz - Zuschauer: 50 - Schiedsrichterinnen: Teich/Wagner (HV Saar).

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