Zweibrücken Fehlwurf-Festival der „Löwen“

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«OFFENBACH.» Mit einer vor allem offensiv desolaten Leistung unterlag Handball-Oberligist SV 64 Zweibrücken am Sonntag deutlich mit 22:31 (11:12) beim Aufsteiger TV Offenbach (wir berichteten kurz). Die krachende Niederlage führte SV-Trainer Axel Koch vor allem auf die ungenügende Einstellung seiner Truppe zurück, die es mit einer bärenstarken Abwehr des Gastgebers zu tun hatte.

Pate für das Zweibrücker Fehlwurf-Festival stand zunächst Niklas Bayer, der bis zur neunten Minute dreimal erfolglos blieb und dann für David Oetzel auf die Bank ging. Mehr als dieser Wechsel half den Zweibrückern im ersten Durchgang der Gastgeber: Denn der TVO verpasste es da noch, die vielen Unzulänglichkeiten der „Löwen“ zu bestrafen. Zu oft leisteten sich auch die Südpfälzer Ballverluste und scheiterten mehrfach völlig frei an SV-Torwart Benedikt Berz. Das änderte sich jedoch in den zweiten 30 Minuten, in denen Offenbach auch offensiv zielstrebiger auftrat. Zweibrücken ließ nicht erkennen, warum es bislang den besten Angriff der Liga stellte. Ein Tor erzielte die Sieben von Trainer Axel Koch in den ersten zehn Minuten, ganze fünf bis zur 21. Minute. Dabei führte der SV nach einem Zwischenspurt mit 5:4. Doch nach dem 5:5 waren die Gastgeber am Drücker und setzten sich beim 9:5 erstmals mit vier Toren ab (21.). Beim SV 64 war jetzt Christopher Huber auf dem Feld und vom TVO zunächst schwer in den Griff zu bekommen. Dank seiner Dreier-Serie zum 9:8 blieben die Gäste im Spiel. Tim Schaller traf zum 9:9. Weil der starke TVO-Keeper Ilan Eigenmann in Hälfte eins schon zehn Würfe abwehrte und Fehler der Angreifer ausbügelte, blieb das Spiel bis zur Pause offen. Nach dem Seitenwechsel minimierte der TVO seine Fehlerquote. Ein Torwartwechsel des SV 64, Julien Santarini konnte von der 31. bis zur 46. Minute nur zwei Paraden zeigen, stellte die Südpfälzer ebenso wenig vor Probleme wie die immer offensivere taktische Ausrichtung der Zweibrücker, die schon ab der 44. Minute eine offene Manndeckung spielten. Offenbach fand immer die Lücken oder den freien Mann. Auch die Variante, im Angriff den Keeper gegen einen siebten Feldspieler zu tauschen, zog nicht beim SV 64, der sich prompt nach einem Ballverlust das 26:18 einfing (55.). Da war das Spiel entschieden. Am Ende wies die Statistik auf SV-Seite katastrophale Werte aus: 16-mal ging der Ball in der Vorwärtsbewegung an den Gegner, ohne dass es zu einem Abschluss kam. Dazu kamen 23 Fehlwürfe (Trefferquote: 49 Prozent) und nur zwölf Torhüter-Paraden. Die Gastgeber bauten den Vorsprung in Halbzeit zwei kontinuierlich aus – egal, was SV-Coach Koch versuchte. Der war hinterher hörbar angefressen: „Die Einstellung bei meiner Mannschaft hat komplett gefehlt, daher haben wir sehr schwach gespielt. Zum Schluss hat sie sich ohne Gegenwehr abschlachten lassen. Wir haben ganz viele klare Chancen ausgelassen. Man kann verlieren. Aber so geht das nicht, und das werde ich den Jungs auch noch sagen.“ Das hörte sich bei den Hausherren und TVO-Trainer Christoph Morio anders an: „Kompliment an meine Mannschaft, die den Gegner früh attackiert und sehr körperbetont gespielt hat. Heute hat einfach alles gepasst.“ So spielten sie TV Offenbach: Eigenmann (ab 56. Adamo) - Steuer (2), Pfalzer (3), Philipp Mohra (5) - Gläßgen (5), Busch (2) - Graap (1) - Kunz (1), Daum (8/3), Sebastian Mohra (2), Metz (2) SV 64 Zweibrücken: Berz (31. - 46. Santarini) - Bayer (4), Majbik (2), Grieser (1) - Hammann (4), Zellmer (3/2) - Sema (2) - Oetzel (1), Schaller (1), Huber (4), Meister Spielfilm: 3:1 (10.), 4:5 (15.), 9:5 (21.), 9:9 (26.), 12:11 (Halbzeit), 16:13 (41.), 21:16 (48.), 26:18 (55.), 31:22 (Ende) - Zeitstrafen: 2:4 - Siebenmeter: 4/3 - 2/2 - Beste Spieler: Busch, Eigenmann, Philipp Mohra - Berz - Zuschauer: 250 - Schiedsrichter: Rausch/Maul (Bingen).

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