Zweibrücken Fechten: Senior Petri trotzt drückender Hitze
«COGNAC.» Tobias Petri von der VT Zweibrücken hat eine ganz schön anstrengende Woche hinter sich: Der Sohn der Zweibrücker Fechtlegende Volker Petri mischte bei den Senioren-Europameisterschaften im Einzel der über 40-Jährigen im französischen Cognac mit. Am Ende sprang für ihn als Fünfter des deutschen Teams Rang 51 heraus.
Über 1700 Männer und Frauen kreuzten im westlichen Frankreich, etwas unterhalb von La Rochelle, mit dem Florett, Degen und Säbel an fünf Tagen in fünf Altersklassen die Klingen. Drückende Hitze im Vauzelles-Sports-Complex und in den Zelten machte den Athleten dabei zu schaffen. Florettfechter Tobias Petri musste sich bei seinem EM-Debüt in der Altersklasse 40 erst nach sieben Stunden geschlagen geben. Petri gehörte zu 90 Akteuren, die sich in seiner Altersklasse ums Weiterkommen stritten. In seiner Ausscheidungs-Vorrunde stand er Kämpfern aus Russland, Österreich, Irland, der Ukraine und zwei Franzosen gegenüber. Im Auftaktgefecht gegen den an Nummer eins gesetzten Russen Dmitriy Sitnikov kassierte der Zweibrücker eine 2:5-Niederlage. Vom schlechten Start ließ sich Petri aber nicht beirren, besiegte im Folgegefecht den Franzosen Damien Bouiges mit 5:2. Gegen den späteren Zweitplatzierten der Vorrunde, den Iren Evgeny Kazantsev, und den Ukrainer Viacheslav Berezniakov unterlag der VTZler mit 0:5 und 0:3. Nach seinen beiden Siegen – 5:3 gegen den Österreicher Gerhard Margetich und 5:3 gegen den Franzosen Jerome Garcia – ging Petri auf Platz 47 in die 128er-K.o.-Direktausscheidung. Fürs Weiterkommen in den 64er-K.o. stand er mit Sebastian Kreis (Bad Segeberg) einem seiner zehn deutschen Kollegen gegenüber. Nach 0:1-Rückstand behielt Tobias Petri die Nerven und setzte auf seine Spezialtreffer, die sein Vater ihm schon zu Jugendzeiten beigebracht hatte. Nach sechs Minuten stand es 10:1 für den freudestrahlenden 41-Jährigen. Dann wurde die Luft sportlich dünner: Trotz großen Aufbäumens unterlag Petri in der 32er-Ausscheidung Nikolas Piofred mit 2:10. Europameister wurde der Franzose Bertrand Beaurenault, der gegen Tomasz Konczylo aus Polen mit 10:3 gewann.