Zweibrücken
Fahrradtag: Codieraktion, Sportlerrunde, E-Kart-Slalom
Trockenes, aber drückend-schwüles Wetter herrschte am Sonntag beim zweiten Fahrradtag, den Stadt Zweibrücken und die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land zusammen organisiert hatten. Ein paar weniger Teilnehmer als im Vorjahr, nämlich 65 bis um 12.30 Uhr, zählte Esther Budell-Hoffmann vom Kultur- und Verkehrsamt auf dem Herzogplatz, wo den ganzen Tag über etliche Angebote auf die Radfahrer warteten. Allerdings waren dies nur diejenigen, die sich zu einer der Radtouren und zur Tombola angemeldet hatten. Viele Radfahrer machten sich auch ohne Anmeldung auf den Weg.
Ein Inline-Skate-Parcours von Caros Inline-Akademie reizte zum Ausprobieren, ebenso zum ersten Mal ein E-Kart-Slalom. Den hatte Karthaus-Inhaber Antonio Cipolla vor dem Amtsgericht am Goetheplatz aufgebaut, besonders regen Anklang fand er bei den Jugendlichen. Auch Oberbürgermeister Marold Wosnitza ließ sich die Chance nicht entgehen und kletterte ins 300 Kilo schwere Kart. Essen und Getränke, eine Fahrradausstellung von Zweirad Sieber mit Beratung, das Rote-Ritter-Spielmobil der Verkehrswacht und die Möglichkeit, sein Fahrrad von der Verkehrswacht codieren zu lassen, waren weitere Angebote beim Fahrradtag.
Sportler-, E-Bike-, Hobbyrunde
Drei Radtouren hatten die Verwaltungen im Vorlauf für die Teilnehmer ausgearbeitet. Die Sportlerrunde führte über die klassische Marathon-Distanz von 42,5 Kilometern. Bei einer Dauer von rund zwei Stunden mussten dabei 236 Höhenmeter überwunden werden. Die Strecke führte von Zweibrücken über Contwig und Walshausen sowie Dietrichingen und Hornbach zurück nach Zweibrücken. Genauso wie die E-Bike-Runde, die 41,7 Kilometer lang war, und auf der man knapp drei Stunden unterwegs war und 253 Höhenmeter überwand.
Die Hobbyrunde – 16,1 Kilometer – bot eine gute Stunde Fahrtzeit und war mit lediglich 23 Höhenmetern zwischen Zweibrücken und Contwig sowie der gleichen Strecke zurück auch für Anfänger und Kinder geeignet. Alle Runden hatten eins gemeinsam: Auf der Strecke war das Genussfest der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land im Contwiger Freizeitgebiet eingeplant.
„Finger weg, mein Rad ist codiert“
Damit die vielen Fahrradfahrer auch weiterhin Spaß an ihren Fahrzeugen haben und Diebstahl so weit wie möglich erschwert wird, hat die Verkehrswacht Zweibrücken für einen geringen Kostenbeitrag in diesem Jahr wieder eine Codieraktion angeboten. Auf dem Hallplatz hat Polizeihauptkommissar Andreas Fremgen im Zehnminutentakt einen mehrstelligen Code in die Fahrradrahmen gefräst.
„Ich graviere einen Buchstaben-Zahlen-Code ein, meist aufs Oberrohr. Und wenn jemand ein Fahrrad stehlen will, ist ein graviertes weniger interessant als eines, das nicht graviert ist“, erklärt Fremgen, der im Hauptberuf als „Kinderpolizist“ unter anderem an Schulen und Kindergärten Verkehrserziehung macht. „Finger weg, mein Rad ist codiert“ steht auf dem Aufkleber neben dem Sichtfenster, den Andreas Fremgen über den Code klebt. „Das schreckt schon ab“, sagt Fremgen.
Genaue Zuordnung, egal wo das Fahrrad auftaucht
„Die ersten beiden Buchstaben hier sind beispielsweise ZW für Zweibrücken, dann kommen Zahlen, die stehen für die Straße und die Hausnummer, dann kommen die beiden Initialen des Besitzers oder der Besitzerin. Und wird das Fahrrad jetzt bei uns geklaut und taucht in Berlin wieder auf, dann weiß die Polizei in Berlin, dass dieses Fahrrad einem Zweibrücker mit den Initialen PS gehört, der in der Hofenfelsstraße 45 wohnt“, beschreibt er die Bedeutung der einzelnen Zahlen und Buchstaben. Dahinter steht noch das Jahr, in dem das Fahrrad codiert wird.