Handball
Für Evan Gordon ist auch seine zweite WM „etwas ganz Besonderes“
Herr Gordon, zwei Weltmeisterschaften binnen acht Wochen. Das erlebt nicht jeder Sportler. Ist die Aufregung vor dem zweiten WM-Turnier etwas kleiner als vor dem WM-Debüt im Juni?
Ja, ich bin etwas weniger aufgeregt. Ich weiß ja jetzt in etwa, was auf mich zukommt. Bei der SG sind wir in der Saisonvorbereitung. Ich fahre also in guter Verfassung zur WM. Einige Teamkollegen aus der U20-Mannschaft sind bei der U19-WM wieder dabei. Das große Kennenlernen fällt also weg. Aber natürlich steigt die Anspannung. Dass ich an zwei Weltmeisterschaften teilnehmen kann, das ist für mich wirklich etwas ganz Besonderes.
Mit dem U20-Team der USA haben sie Historisches geschafft. Es war die erste US-Mannschaft, die zwei Siege in Folge bei einer WM erzielte. Sie schreiben in Kroatien wieder Geschichte. Zum ersten Mal nimmt ein U19-US-Team an einer Handball-WM teil. Wussten Sie das?
Das wusste ich tatsächlich nicht. Aber wir wollen die Erfolgsgeschichte natürlich fortschreiben. Wir glauben schon, dass wir die ein oder andere Siegchance haben, die wollen wir nutzen. Ein paar WM-Siege wären schön. Wenn ich das ein oder andere Tor erzielen könnte, das wäre toll.
Die USA starten am 2. August gegen Argentinien, tags darauf treffen sie auf Deutschland, ehe die Vorrunde am 5. August mit der Partie gegen Saudi-Arabien endet. Ist das Spiel gegen Deutschland für Sie ein besonderes?
Nein, zumindest nicht, weil ich hier aufgewachsen bin, hier wohne, zur Schule gehe und Handball spiele. Aber es ist das Spiel gegen den stärksten Gegner. Deutschland gehört auf jeden Fall zu den Titelfavoriten. Ich hoffe einfach, dass wir ein gutes Spiel machen. Siegchancen rechnen wir uns in anderen Spielen aus.