Zweibrücken Fünf Minuten nach der Pause entscheiden
FÜRSTENFELDBRUCK. Die fünf Spielminuten nach der Halbzeit brachten am Samstagabend die Entscheidung im Drittliga-Spiel des SV 64 Zweibrücken beim TuS Fürstenfeldbruck. Nachdem die SV-Löwen im Auswärtsspiel in Hälfte eins mit den Gastgebern mitgehalten hatten, klappte nach dem Seitenwechsel überhaupt nichts mehr, so dass die Bayern nach der knappen 14:12-Führung zur Pause noch zum klaren 37:27-Heimsieg kamen (RHEINPFALZ am SONNTAG berichtete kurz).
„Unser Rückzugsverhalten war im zweiten Durchgang aber auch einfach nicht mehr gut“, fand SV-Trainer Tony Hennersdorf zur zweiten Hälfte seiner Mannschaft kritische Worte. Fürstenfeldbrucks Trainer Martin Wild nahm dagegen bereits nach neuneinhalb Minuten eine Auszeit, war bis dahin mit der Leistung seiner Truppe nicht zufrieden. Da führten die Gäste nämlich mit 4:2. „Wir haben uns anfangs wirklich sehr schwer getan, den richtigen Zugang zu diesem Spiel zu finden. Allerdings haben wir uns dann kontinuierlich gesteigert. In unserer Situation zählen nur Ergebnisse – und das heutige Ergebnis ist völlig in Ordnung, zumal auch die Konkurrenz entsprechend mitgespielt hat“, meinte Wild hinterher in der Pressekonferenz dazu. Wie ein potenzieller Abstiegskandidat spielten die starken Bayern keineswegs. Vielmehr zeigten sie den Zweibrücker „Löwen“ in vielfacher Hinsicht die Grenzen auf. Körperlich sehr robust und durchaus das eine oder andere Mal mit einem cleveren Foul agierend, bekamen die Gastgeber das Spiel zusehends in den Griff. Begünstigt wurde dies durch einige gravierende SV-Fehlversuche, unter anderem beim Zwischenstand von 6:7 aus Sicht des Außenseiters, als Tom Grieser zweimal am starken „Panther“-Keeper Michael Luderschmid scheiterte. Nach der 13:9-Führung gingen die Gastgeber mit einem 14:12 in die Pause. Doch die Zweibrücker verspielten die gute Ausgangsposition, weil ihnen gleich nach dem Seitenwechsel, sogar in Überzahl, nichts gelang. Zwei technische Fehler binnen 20 Sekunden, zwei Fehlversuche aus bester Position durch Max Sema und Marc-Robin Eisel – und die Gastgeber hatten beim 18:12 eine Vorentscheidung herbeigeführt. Der Sechs-Tore-Rückstand war danach eine zu schwere Hypothek für Hennersdorfs junges Team. Denn die 64er, mit fünf A-Jugendlichen angetreten, bekamen auch die Abwehr kaum noch kompakt. Immer wieder gelang es den Gastgebern, über die Kreisposition erfolgreich abzuschließen. Und blieben die Gäste defensiver, machten die Bayern über den Rückraum großen Druck, kamen über Tizian Maier zu Toren. Dazu spielten die Zweibrücker in den letzten zehn Minuten einfach auch zu viel „Wildwesthandball“. So spielten sie TuS Fürstenfeldbruck: Luderschmid, Köder (ab 42.), Winkler (ab der 54.) - Leidl (2), Haller (1), Meinzer (4/1) - Hoffmann (5/1), Ball (1) - Prause (8) - Maier (5), Prestele (5), Lentner (4), Lex (1), Leindl (1) SV 64 Zweibrücken: Berz, Selakovic (ab 43.) - Oetzel (2), Götz (4/2), Eisel (4) - Hammann (2), Zellmer (2) – Sema (1) - Huber (5), Grieser (1), Schaller (2/2), Alt (2), Schwarzer (2), Nils Wöschler Spielfilm: 2:4 (10.), 4:6 (17.), 10:7 (23.), 14:12 (Halbzeit), 18:12 (34.), 22:14 (38.), 25:17 (44.), 26:20 (47.), 29:21 (52.), 37:27 (Ende) - Zeitstrafen: 5:5 - Siebenmeter: 3/2 - 5/4 - Zuschauer: 610 - Schiedsrichter: Waldemar und Vitali Ohm (Dietenheim/Illertissen).