Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Erster Saisonsieg in der Oberliga tut der SG SV 64/VT Zweibrücken richtig gut

SG-Spieler Benny Zellmer (hier rechts 2022 im Spiel gegen den TV Homburg) steuerte gegen die HSG Eckbachtal sieben Tore zum Sieg
SG-Spieler Benny Zellmer (hier rechts 2022 im Spiel gegen den TV Homburg) steuerte gegen die HSG Eckbachtal sieben Tore zum Sieg bei.

Im dritten Saisonspiel der erste Sieg. „Das war zum Glück endlich mal ein entspannter Tag für den Trainer“, bestätigte Klaus-Peter Weinert, Coach des Handball-Oberligisten SG SV 64/VT Zweibrücken lachend nach dem 36:16 (18:10)-Sieg der SG bei der weiter sieglosen HSG Eckbachtal.

Den wichtigen Erfolg wusste Weinert in dieser Deutlichkeit aber richtig einzuordnen: „Bei Eckbachtal haben wichtige Spieler gefehlt. Das kam uns natürlich zugute.“ HSG-Spielmacher Julian Prozywo, der Ballverteiler, hatte sich in Bingen verletzt und Max Schreiber, der mit Wucht den Weg zum gegnerischen Tor sucht, musste gleichfalls passen. Seine Mannschaft habe diesen deutlichen Sieg aber erst einmal herauswerfen müssen, lobte Weinert. Das war den vom Verletzungspech geplagten Zweibrückern in den ersten beiden Partien gegen gleichfalls ersatzgeschwächt angetretene Teams noch nicht gelungen.

Zunächst sei der Mannschaft die aus dem schwachen Saisonstart resultierende Verunsicherung anzumerken gewesen: „Die zwei Niederlagen haben schon Spuren hinterlassen“, sagte Weinert mit Blick auf die Anfangsphase des Spiels. In der die Zweibrücker wieder mit einem bekannten Problem kämpften: schwache Trefferquote. „Wenn wir in dieser Phase unsere Chancen schon konsequent nutzen, ziehen wir viel früher deutlich weg“, sagte Weinert. Allein Kreisläufer Benny Zellmer ließ in der Auftaktviertelstunde zwei Hochkaräter liegen. Das änderte sich. Mit sieben Treffern avancierte Zellmer schließlich zum erfolgreichsten SV-Torjäger. Auch der zweite SV-Kreisläufer, Till Wöschler, nutzte die Lücken, die sich im HSG-Deckungszentrum auftaten. Ab durch die Mitte war ein Zweibrücker Erfolgsrezept. Gestützt auf einen guten Damian Zajac im Tor, eine solide Abwehrleistung, war Tempo im Umschaltspiel ein weiterer Schlüssel zum Erfolg.

Umjubelter Treffer von Ihl

Bis zum 9:9 (16.) hielten die Gastgeber dieses erste Duell der beiden Teams in Dirmstein, das mit Harz gespielt werden durfte, offen. Niklas Bayer läutete mit seinem Treffer zum 10:9 für die SG einen 8:0-Lauf ein. Unter anderem markierte Tom Ihl, der gut ein Jahr verletzungsbedingt pausiert musste, vor Wochenfrist erstmals wieder in einem Oberliga-Spiel auf dem Feld gestanden hatte, ein Tor, das viele freute. Ihl traf zum zwischenzeitlichen 15:9.

Bei den Zweibrückern wuchs mit der Treffsicherheit das Selbstvertrauen. Das sah man auch daran, „dass alle Spieler getroffen haben“, freute sich Weinert. Spieler wie Max Kroner, der zuletzt vornehmlich von der Strafwurflinie erfolgreich war, stärkte mit Toren aus dem Spiel heraus sein Selbstvertrauen.

Kurz nach der Pause war beim 20:10 durch Joshua Eberhard der Vorsprung erstmals auf zehn Tore angewachsen. Damit gab sich die SG nicht zufrieden, ließ nicht locker und vergrößerte den Vorsprung gegen ein überfordertes Gastgeberteam auf 20 Tore bis zum umjubelten Schlusspfiff.

So spielten sie

SG SV 64/VT Zweibrücken: Zajac, Dentzer (ab 45.) - Bayer (4), Soos (4), Eberhard (4) - Hammann (2), Kroner (5/2) - Zellmer (7) – Ihl (1), Baumgart (2), Graff (1), Eisel (1), Till Wöschler (5).

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