Zweibrücken
Erste Novavax-Dosen: Im Impfzentrum bleiben viele weg
Vom neuen Corona-Impfstoff Nuvaxovid vom Hersteller Novavax wurden im Zweibrücker Impfzentrum an den ersten beiden Tagen viel weniger Dosen verabreicht, als die Voranmeldungen hatten vermuten lassen. Seit Montag steht der Impfstoff zu Verfügung. Von rund 450 Angemeldeten seien letztlich nur rund 160 erschienen, zog der Leiter des städtischen Impfzentrums, Matthias Freyler, eine ernüchternden Bilanz. An einer Novavax-Impfung Interessierte mussten sich über die Meldestelle beim Land registrieren; nur die wenigsten sagten laut Freyler dort ab, die meisten Registrierten erschienen einfach nicht.
Mit dem Einsatz des eher konventionell gegenüber den mRNA-Impfstoffen (Biontech, Moderna, etc.) hergestellten Protein-Impfstoffs hatte man gehofft, bisher Zögerliche gewinnen und die Impfquote deutlich erhöhen zu können. Die für Ende März angekündigten Lockerungen auch für Nichtgeimpfte habe möglicherweise noch einmal zu Abkehr Unentschlossener geführt, mutmaßt Freyler. Auch seien Impfwillige nach doppelter Registrierung vielleicht anderswo schneller und mit weniger Aufwand zum Zuge gekommen.
Zweibrücker Impfquote ab Fünf: 78 Prozent
Der dem Zweibrücker Impfzentrum zugeteilte Noravax-Impfstoff muss aber nicht ungenutzt bleiben. An den kommenden Montagen – die Öffnungszeiten sind seit dieser Woche auf den ersten Wochentag, 12 bis 18 Uhr, reduziert, generell braucht es eine Anmeldung über die Landesseite www.impftermin.rlp.de – wird er weiter angeboten, zudem kann er von niedergelassenen Ärzten abgerufen werden.
Der deutsche Hausärzteverband hatte am Mittwoch allerdings von einem geringen Interesse der Patienten an dem neuen Corona-Impfstoff berichtet.
Insgesamt ist die Impfkampagne in Zweibrücken ein Erfolg. Im Impfzentrum – erst Landeseinrichtung, dann seit Dezember 2021 kommunale Impfstelle – wurden seit der Öffnung rund 47.000 Impfungen vorgenommen. Die Impfquote der Zweibrücker Bevölkerung liegt über dem Landesschnitt. Stand vergangene Wochen waren von den fünfjährigen und älteren Zweibrückern gut 78 Prozent vollgeimpft.