Handball
Entspannter Zweibrücker Nachmittag dank Lucy im Doppelpack
Die Partie begann damit, dass Maya Kohlenbeck die Gäste mit 1:0 in Führung warf und Marie Kiefer den ersten Strafwurf für Zweibrücken nicht nutzen konnte. Dann aber war Lucy-Time im Zweibrücker Angriff: zwei Tore Lucy Dzialoszynski, ein Treffer Lucy Hilz. Die ersten sieben Treffer gingen allesamt auf das Konto einer der beiden Lucys. 7:5 stand es so nach einer Viertelstunde, und mit dem Treffer zum 8:5 feierte Annalena Frank nach längerer Krankheitspause ein erfolgreiches Comeback.
Im Angriff lief es also. „In der Abwehr standen wir zunächst nicht so gut wie in den vergangenen Partien“, resümierte SV-Trainer Rüdiger Lydorf. Das änderte sich nach 20 Minuten. „Dann haben wir die Nahtstellen besser zugestellt“, lobte er die in der Folge im Zusammenspiel mit Torfrau Annalena Zahm erneut sehr aufmerksame Zweibrücker Deckung.
Nach 20 Minuten steht die SV-Abwehr sattelfest
Die war die Grundlage für wiederholt erfolgreiches schnelles Umschaltspiel. Baus per Gegenstoß, Dzialoszynski mit schnellem Angriff, Baus mit erfolgreichem Eins-gegen-eins und Baus aus dem Rückraum: Mit einer 17:8-Pausenführung hatte der SV 64 die Partie im Grunde schon entschieden. Der vierte Sieg im vierten Spiel war für etliche Zweibrücker Spielerinnen, die unter der Woche bereits ein Oberliga- und zwei Bezirksliga-Spiele bestritten hatten, unter Dach und Fach.
Bassenheims Trainer Markus Schütz sah einen Grund für die Niederlage darin, dass er nicht in Bestbesetzung spielen lassen konnte. Es fand sich kein Ausweichtermin, „obwohl wir auch unter der Woche gekommen wären“, sagte Schütz. Dass sich kein Termin fand, bestätigte Lydorf. „Ich kann ja keinen Ausweichtermin wählen, an dem Bassenheim vollständig ist, und wir wissen, dass bei uns definitiv Spielerinnen fehlen“, erläuterte er. Zumal nicht Corona die Ursache für Verlegungswünsche seitens Bassenheims war, sondern eine Taufe, zu der Spielerinnen eingeladen waren. Und Top-Spielerinnen wie Jana Schubert oder Carolin Wambach spielten ja für Bassenheim, während der SV-Coach verletzungsbedingt auf Kreisläuferin Hanna Müller verzichten musste.
Dzialoszynski ist unter der Woche künftig weg, aber zu den SV-Spielen da
Eine der Spielerinnen, die Lydorf künftig unter der Woche nicht mehr zur Verfügung steht, ist Lucy Dzialoszynski. Die 24-jährige Sporttherapeutin zieht diese Woche aus privaten Gründen von Zweibrücken zurück an den Bodensee. „Schade, gerade jetzt wo es gut läuft, und ich das Spielsystem kenne“, bedauerte sie. Am Sonntag spielte sie stark und sah sich deshalb im zweiten Spielabschnitt einer engen Deckung durch Denise Hinz gegenüber. „Langweilig, wenn man nicht richtig mitspielen darf“, meinte sie hinterher lachend. Kommende Saison wird sie für Drittligist TV Steißlingen spielen. „Aber ich werde in dieser Runde noch alle Spiele für den SV 64 bestreiten“, erklärt sie, dass sie bis Ende Mai an den Spielwochenenden pendeln wird.
Auch im zweiten Spielabschnitt blieben die Zweibrückerinnen am Drücker, führten zwischenzeitlich sogar mit 14 Toren. Ein paar Schludrigkeiten im Angriff ließen den Vorsprung etwas schmelzen. Am entspannten Nachmittag für Lydorf & Co. änderte das nichts mehr.
So spielten sie
SV 64 Zweibrücken: Zahm - Baus (9), Dzialoszynski (8), Kiefer (3) - Schlicker, Hilz (4) - Bullacher – Hoffmann (2), Zimmermann, Pfeifer (2), Frank (4)
TV Bassenheim: Müller, Lohner (31. bis 49.) - Kohlenbeck (2), Schubert (5), Wambach (4) - Brand (3), Brüggemann (2) - Henn (1) – Marx (1), Filster, Hommen, Klapperich, Hinz (4/2)
Spielfilm: 6:3 (11.), 6:5 (13.), 12:8 (25.), 17:8 (Halbzeit), 23:10 (40.), 30:16 (53.), 32:22 (Ende) - Zeitstrafen: 4:1 - Siebenmeter: 4/3 - 4/2 - Beste Spielerinnen: Dzialoszynski, Baus, Hilz, Zahm - Schubert, Wambach - Zuschauer: 50 - Schiedsrichter: Helling/Veith (HV Saar).