Zweibrücken Engagierte Leistung ohne Lohn

Fussgönheim. Es bleibt dabei: Die SG Rieschweiler kann beim ASV Fußgönheim nicht gewinnen. Trotz engagierter und kampfstarker Leistung verlor der Fußball-Verbandsligist am Samstag in der Vorderpfalz mit 0:1 (0:1) und droht nach der vierten Saisonniederlage in die Mittelmäßigkeit abzurutschen (RHEINPFALZ am SONNTAG berichtete).
Schlimmer noch: Die ohnehin vom Verletzungspech gebeutelte Mannschaft, die in Fußgönheim mit mehrfachem Ersatz antrat, gerät durch den Ausfall von Kapitän Christoph Weis weiter in die Bredouille. Weis musste schon nach 19 Minuten wegen einer schmerzhaften Oberschenkelverletzung den Platz verlassen. „Muskelfaserriss oder Bündelriss“ vermutete Daniel Preuß, der die SG Rieschweiler für den dienstlich verhinderten Trainer Björn Hüther im sechsten Auswärtsspiel betreute. „Das hat richtig gekracht“, erlebte Steffen Sprau die Verletzungssituation aus der Nähe. Sprau, schmerzlich vermisster Leistungsträger, pausiert selbst wegen eines Sehnenabrisses in der Kniekehle vorneweg noch zwei bis drei Wochen. Der Ausfall von Weis, der bis dahin dem SGR-Mittelfeld und -Angriff wertvolle Impulse verlieh und mit einem 18-Meter-Freistoß knapp das Fußgönheimer Tor verfehlte (15.), wirkte wie ein Knacks im Rieschweiler Getriebe. Gute Torchancen, wie sie Maximilian Buchholz (2.), die zu oft auf sich allein gestellte Sturmspitze Tobias Leonhard (9.), oder Kai Schlayer (10.) vergaben, erarbeiteten sich die Gäste danach trotz aller Mühen nur noch selten. „Im letzten Drittel haben wir nicht zwingend genug agiert und nicht energisch Druck gemacht“, analysierte der Trainer-Vertreter. „Die Mannschaft hat alles versucht und gekämpft bis zum Schluss. Ihr kann ich keinen Vorwurf machen“, sagte Preuß. Dass man vor dem gegnerischen Tor nicht konsequent genug schaltete, bemängelte auch Quincy Henderson, noch einer der Aktivposten, vor allem wenn er seine Schnelligkeit leichtfüßig einsetzte. „Auf dem ungewohnten Kunstrasen haben wir oft die falschen Entscheidungen getroffen, den falschen Weg gesucht“, fand Torjäger Tobias Leonhard, der sich schon vor der Pause als Einzelkämpfer gegen die robuste gegnerische Abwehr aufrieb. Nach dem Seitenwechsel schwanden logischerweise seine Kräfte. Seine letzte Chance auf den Ausgleich vergab Leonhard bei einem gefühlvollen Kopfball, doch die Kugel strich am Fußgönheimer Kasten vorbei (79.). Gut war auch Frederic Stark: „Ein typisches 0:0-Spiel. Schade für uns. Aber vor dem Fußgönheimer Tor waren wir einfach zu umständlich“, befand der dynamische Antreiber auf der rechten Offensivseite. Mit unerbittlichem Endspurt, bei dem sich zweimal auch der sichere Schlussmann Dirk Jank als zusätzlicher Stürmer einschaltete, versuchte die SG Rieschweiler, das Blatt zu wenden. Doch aussichtsreiche Freistöße von Maximilian Riehmer erzielten ebenso wenig Wirkung wie die Einwechslung der frischen Kräfte Grieser und Malvaso. Das ASV-Bollwerk hielt. So spielten sie SG Rieschweiler: Jank - Schlayer, Frank, Megel, Riehmer - Stark, Ohlinger (90. Malvaso), Weis (19. Kohn), Henderson - Buchholz (84. Grieser) - Leonhard. |crd