Zweibrücken Eltern und Schüler geben Mauritiusschule beste Noten

In der Mauritius-Schule Wattweiler werden Kinder nicht nur unterrichtet, sondern auch einzeln gefördert. Therapieangebote und Aktivitäten außerhalb der Schule gehören ebenfalls zum Konzept der Förderschule mit den Schwerpunkten motorische und ganzheitliche Entwicklung. Dieses Jahr feiert die Schule ihren 40. Geburtstag.
Derzeit werden 42 Schüler mit dem Förderbedarf ganzheitliche oder motorische Entwicklung in fünf Klassen unterrichtet. Das pädagogische Team aus Förderschullehrern, pädagogischen und therapeutischen Fachkräften umfasst 16 Mitarbeiter. „Die Schule bietet ein individuelles, ganzheitliches und interdisziplinäres Förderkonzept an. Die Förderziele werden gemeinsam von Klassenteam, Therapeuten und Eltern vereinbart“, erzählt Friederika Will, beim Gemeinschaftswerk für Menschen mit Behinderungen (GfMB), zu dem die Schule gehört, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit. Erfahrungen können die Jungen und Mädchen laut Will auch außerhalb der Schule sammeln bei Ausflügen, Aufenthalten im Schullandheim oder Verkehrstraining. Der Schulunterricht wird durch ein umfangreiches Therapieangebot ergänzt. Die Schule bereitet die Schüler der Ober- und Werkstufe auf eine Arbeitstätigkeit nach der Schule vor. Sport steht ebenfalls auf dem Stundenplan – unter anderem Schwimmen, Klettern, Tanzen und Fußball. In den Sommerferien bietet die Schule den Kindern eine einwöchige Freizeit an. Der Schulbetrieb begann im April 1974 mit zunächst drei Klassen in der ehemaligen Volksschule Wattweiler. Ende der 1980er Jahre wurde die Schule umgebaut, 1996 kam der Schwerpunkt motorische Entwicklung hinzu. Die Rolle der Förderschule habe sich in den letzten Jahren verändert, gibt Schulleiter Klaus Weber zu bedenken. Es werde derzeit sehr viel über Inklusion diskutiert, das gemeinsame Unterrichten von Kindern mit und ohne Behinderung an Regelschulen. Die Mauritius-Schule biete Kindern mit einem sehr umfassenden Förder- oder Pflegebedarf oder mit großen Anpassungsproblemen ein qualitativ hochwertiges Förderangebot, ist Weber überzeugt. „Auch bei der Vorbereitung auf das Arbeitsleben nach der Schule ist unsere Schule derzeit sehr gut aufgestellt“, betont Weber. Bei fünf Elternbefragungen hätten die Eltern der Schule beste Noten ausgestellt. Im Jubiläumsjahr wurden erstmals auch die Schüler der Werkstufe mittels eines selbst erarbeiteten Interviewbogens gefragt, wie zufrieden sie mit ihrer Schule sind. Das Ergebnisse entsprach nach Auskunft von Weber dem der Elternbefragung.