Zweibrücken Eltern müssen mehr bezahlen: Kita-Essen wird teurer
Bisher kostete das Essen in den städtischen Kindergärten und Krippen 47 Euro, für die Hortkinder 54 Euro im Monat. Künftig sollen es 62 Euro im Monat sein. Das Mittagessen musste in sechs Einrichtungen neu ausgeschrieben werden, weil der Caterer wegen „Preissteigerungen in vielen Bereichen“ die bis Jahresende geltenden Preise nicht mehr halten konnte. Da bei der neuen Ausschreibung der Preisunterschied zwischen dem Mittagessen für die Kindergartenkinder und die Hortkinder sehr gering war, sollen nun alle Mittagessen gleich kosten. Wie Stadtsprecher Jens John aus Anfrage mitteilte, betrifft die Preiserhöhung die Eltern von 514 Kindern. Der Stadtrat muss nächste Woche noch zustimmen.
Dass das Essen teurer wird, liegt nicht nur an höheren Einkaufspreisen, sondern auch daran, dass die Anforderungen ans Essen gestiegen sind. Bereits in der letzten Ausschreibung war gefordert, dass die Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung eingehalten werden. Nun kommt dazu, dass 30 Prozent der Zutaten aus Bio-Anbau sein müssen. Laut Bürgermeister Christian Gauf orientiert sich die Ausschreibung an den Anforderungen, die auch fürs Schulessen gelten. Man haben von Anfang an „hohe Standards gesetzt“, versicherte Jugendamtsleiter Jörg Klein am Donnerstag dem Jugendhilfeausschuss, dass der günstigste Anbieter dieselben Anforderungen erfülle wie die teureren.
Elf Einrichtungen sind betroffen
Es werde nicht möglich sein, das Essen wie in den Ganztagsschulen pro Tag abzurechnen und tageweise abzubestellen, sagte Klein auf die Frage von Bernd Henner (SPD). Das habe es früher gegeben, man sei aber davon abgekommen. In den Schulen laufe die Abrechnung direkt über den Caterer. Dort sei das Essen auch teurer, weil Personalkosten mit eingerechnet seien. Wenn ein Kind länger nicht mitisst, sei es aber möglich, die Kosten für einen halben oder einen ganzen Monat zu erstatten. Die Preise seien auch so kalkuliert, dass man von vornherein weniger Tage berechne, als der Kindergarten im Monat geöffnet hat.
Von der Preiserhöhung betroffen sind alle elf Zweibrücker Kindergärten, Krippen und Horte in städtischer Trägerschaft. Nicht betroffen sind die Spiel- und Lernstuben und die kirchlichen Kindergärten.