Zweibrücken Eisels unbändiger Wille
ZWEIBRÜCKEN. Endlich! Am fünften Spieltag feierten die A-Junioren-Handballer des SV 64 Zweibrücken ihr erstes Erfolgserlebnis in dieser Saison. Mit 33:19 (13:11) setzten sie sich gestern zu Hause gegen das weiter sieglose Bundesliga-Schlusslicht JH Flein-Horkheim durch.
Der Jubel der Zweibrücker Spieler über die ersten Punkte hielt sich aber in Grenzen. Spielerisch blieb noch Luft nach oben – wobei die Tendenz im zweiten Spielabschnitt aufsteigend war. „Gut begonnen, dann haben wir uns unnötigerweise selbst wieder in die Bredouille gebracht. Im zweiten Abschnitt haben wir dann vor allem in der Abwehr das gemacht, was wir uns vorgenommen hatten und deshalb verdient gewonnen“, fasste SV-Trainer Tony Hennersdorf das Spiel aus SV-Sicht zusammen. Dass es in der ersten Hälfte eindeutig ein beiderseits von viel Nervosität geprägtes Keller-Duell war, darüber waren sich Hennersdorf und Frederik Griesbach, der Trainer von Flein-Horkheim, einig. Obwohl Zweibrücken einen Start nach Maß erwischte: Als Philipp Meiser einen Gegenstoß verwandelte, war dies schon der Treffer zur 5:0-Führung (9.). Griesbach nahm eine Auszeit, beorderte zwei Spieler in der Deckung nach vorne, die die Kreise der Antreiber im SV-Rückraum – Marc-Robin Eisel und Tom Grieser – stören sollten. „Enger an den Mann“, forderte Griesbach immer wieder. Zweibrücken vergab nun leichtfertig einige Möglichkeiten, leistete sich Fehlabspiele. Einen Fehlpass verwertete Valentin Pitzke per Gegenstoß zum 7:7 (18.). Es sollte noch schlimmer kommen: Jascha Bauer, im ersten Durchgang der auffälligste Gästespieler, traf per Strafwurf zur 8:7-Gästeführung und Moritz Wahl, der SV-Torwart Yannick Mangold tunnelte, zum 9:7 (21.). In dieser Phase zeigte sich aber, dass Marc-Robin Eisel nicht schon wieder eine Partie verlieren wolle. Mit Energie startete der SV-Spielmacher durch zum Gegenstoß, den er zum 8:9 abschloss, läutete kurz darauf erneut einen Schnellangriff ein. Er hielt das Tempo hoch, obwohl ihn Pitzke in bester Eishockey-Manier klammerte – möglicherweise hatte diesen dazu der schöne Mannschaftsbus des DEL2-Ligisten Heilbronner Falken inspiriert, mit dem Flein-Horkheim angereist war – und passte auf Frederik Bohm, der zum 9:9 traf. Pitzke musste zwei Minuten auf die Bank. Zweibrücken holte sich bis zur Pause die Führung zurück. Und setzte sich ab der 39. Minute ab. Die Abwehr gewann jetzt deutlich mehr Bälle, und Mangold hatte nun das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite, brachte immer wieder Fuß, Arm oder sonst ein Körperteil an den Ball. Zweibrücken ließ sich auch nicht mehr aus der Erfolgsspur bringen, als Tom Grieser zehn Minuten vor dem Ende vom Feld musste, weil er bei einem Block einen Ball genau ins Auge bekommen hatte. So spielten sie SV 64 Zweibrücken: Mangold - Meiser (4), Eisel (8/1), Grieser (2) - Finkler (3), Dobrani (3) - von Lauppert (4) - Bayer (1), Huber, Dettinger (2), Bohm (3), Welsch (3) JH Flein-Horkheim: Brösch, Roos (ab 44.) - Pitzke (4), Bauer (7/3), Wahl (4) - Pavel (4/2), Grimm - Ndukwe - Barisisc, Neutz, Hoffacker Spielfilm: 5:0 (9.), 6:1 (11.), 7:7 (18.), 7:9 (21.), 10:10 (25.), 13:11 (Halbzeit), 18:13 (40.), 24:14 (50.), 33:19 (Ende) - Zeitstrafen: 3:2 - Siebenmeter: 2/1 - 5/5 - Beste Spieler: Eisel - Bauer - Zuschauer: 170 - Schiedsrichter: Baltz/Michels (Badischer HV). |add