Zweibrücken Eine Stunde Stillstand nach Unfall auf der Autobahn

Wegen eines Auffahrunfalls bildete sich am Dienstag auf der A 8 in Richtung Pirmasens zwischen den Ausfahrten Ernstweiler und Zweibrücken-Mitte nach Angaben von Polizeisprecher Jürgen Seel ein etwa zwei Kilometer langer Stau. Wegen der einspurigen Verkehrsführung in der Baustelle standen die Autos bis zu einer Stunde auf der Stelle. Seel erklärte auf Anfrage, wie man bei einem solchen Unfall richtig reagiert.
Ein 25-Jähriger fuhr laut Polizeibericht am Dienstag gegen 17 Uhr auf den Wagen vor ihm auf, als dieser bremsen musste. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der vordere Wagen, in dem eine 26-jährige Frau saß, auf ein weiteres vorausfahrendes Auto geschoben. Bei dem Unfall entstand laut Polizei ein Schaden von rund 10 000 Euro. Wenn die Fahrzeuge bei einem Unfall zwar beschädigt werden, aber noch verkehrstüchtig sind, muss die Unfallstelle so schnell wie möglich geräumt werden, erklärte Seel. Gerade bei geringfügigem Sachschaden sei es wichtiger, die Fahrbahn wieder freizumachen als auf die Polizei zu warten, damit die die Situation erst mal begutachtet. Für die Unfallrekonstruktion sei es zwar grundsätzlich günstig, wenn die Autos beim Eintreffen der Polizei noch an Ort und Stelle sind. Aber gerade ein Rückstau, wie am Dienstag auf der A 8, verursache eine neue riskante Situation. „Auffahrunfälle sind in der Regel problemlos aufzulösen“, sagte Seel. Da heutzutage fast jeder ein Handy habe, könne man Bilder von der Unfallstelle machen, bevor die beteiligten Autos weggefahren werden. „Wenn man nachts in einer wenig befahrenen Seitenstraße einen Unfall hat, kann man natürlich auf die Polizei warten“, so der Polizeisprecher. In anderen Fällen, wie dem am Dienstag auf der Autobahn, sei es wichtiger, die Straße schnell wieder befahrbar zu machen. Man müsse im Einzelfall abwägen und Prioritäten setzen. (mefr)