Kommentar Ein Streik zur Unzeit
Keine Frage, die Busfahrer sollen streiken. Es ist ihr gutes Recht, für ihre Interessen einzutreten. Aber doch nicht jetzt! Seit Monaten gibt’s ein riesen Durcheinander um den Schulunterricht. Aktuell gilt in Zweibrücken Wechselunterricht. Da sind Klassen geteilt, der eine Teil kommt am einen Tag, der andere am anderen. Für Eltern mehrerer Kinder, die verschiedene Schulen oder Klassen besuchen, ist das eine organisatorische Herausforderung. Und in dieses Chaos hinein streiken die Fahrer, und die Schulbusse bleiben in der Halle. Im Umland fahren zwar einige, aber dort sollen möglichst nicht zu viele mitfahren, um das Infektionsrisiko gering zu halten. Jetzt zu streiken, ist einfach nur egoistisch und rücksichtslos. Die Aktion wird wenig Verständnis für die Anliegen der Fahrer hervorrufen. Besser ist es, den Streik zu verschieben – oder wenigstens die Schulbusse fahren zu lassen. Es ist genug Unterricht ausgefallen.
