Zweibrücken Ein Spiel für Torhüter

Einschussmöglichkeiten gab es beiderseits etliche: Hier versucht Rieschweilers Mittelfeldakteur Bastian Brauner (weißes Trikot)
Einschussmöglichkeiten gab es beiderseits etliche: Hier versucht Rieschweilers Mittelfeldakteur Bastian Brauner (weißes Trikot) sein Glück. Aber auch hier ist Speyers Torwart Christoph Böhm (rechts) zur Stelle.

«RIESCHWEILER-MÜHLBACH.» In einem intensiv geführten Fußballspiel trennten sich in der Verbandsliga Südwest die SG Rieschweiler und der FC Speyer gestern Nachmittag leistungsgerecht 0:0. Beide Teams hatten im Verlauf der Begegnung mehrmals die Gelegenheit, den Siegtreffer zu erzielen. Am Ende blieb es aber beim Remis.

„Unsere Leistung im heutigen Heimspiel gegen einen spielstarken Gegner war wieder ein Schritt nach vorne, auch wenn es nicht zu drei Punkten gereicht hat“, fasste Rieschweilers Trainer Björn Hüther die 90 Minuten zusammen. „Mit etwas Glück gelingt uns in der Endphase noch das Siegtor. Bei unseren Chancen von Daniel Preuß mit seinem Freistoß und Tobias Leonhard in der Nachspielzeit hat Speyers Schlussmann Christoph Böhm aber super reagiert und ein Tor verhindert.“ Auch Speyers Trainer Ralf Gimmy konnte mit der Punkteteilung gut leben. „Wir haben heute ein 0:0-Spiel der besseren Sorte gesehen“, fand Gimmy. „Es war ein zweikampfbetontes, intensives Spiel, bei dem es auch viele spielerische Momente auf beiden Seiten zu sehen gab“, lobte der Speyerer Coach die Leistung beider Teams. Nicht ganz einverstanden war Gimmy dagegen mit der Gelb-Roten Karte gegen seinen Spieler David Steckbauer in der 76. Spielminute. „Diese Karte muss man nicht geben“, kritisierte Gimmy die Entscheidung von Schiri Zijad Ikanovic. Das Speyerer Team musste in den letzten 15 Spielminuten daher mit einem Mann weniger auskommen. Zwangsläufig hatte Rieschweiler in der Schlussphase so ein Chancenplus. Doch die SGR-Stürmer vergaben mehrmals in aussichtsreicher Position. Maximilian Decker hatte dabei gleich zweimal die Möglichkeit (76. und 79.) zum Siegtor. „Bei der ersten Chance muss ich meinen Körper besser über den Ball bekommen, dann geht er rein und nicht über das Tor“, bemerkte er hinterher selbstkritisch. Aber auch Speyer hatte in der Endphase noch einige Möglichkeiten zum Sieg. Zuerst verzog Halil Ibrahim Anli knapp mit dem linken Fuß (71.), und vier Minuten später traf Sanel Catovic bei seiner Direktabnahme den Ball nicht richtig. Rechnet man die vielen Torchancen zusammen, dann hatte Rieschweiler am Ende vielleicht ein kleines Chancenplus. So sah es auch dessen Sportlicher Leiter Tobias Weis, der aber mit der Punkteteilung zufrieden war. „Es war ein gutes Spiel zweier spielstarker Mannschaften“, lobte Weis seine SGR und den Gegner aus Speyer. Mit dem Unentschieden blieb Rieschweiler nun schon im vierten Spiel in Folge ungeschlagen und kletterte in der Tabelle nun auf Rang zwölf. Dass es nicht zu einem Treffer für eine Mannschaft reichte, lag nach Meinung beider Trainer auch an den guten Torwartleistungen. So reagierte Speyers Torhüter Christoph Böhm besonders gut beim Freistoß des eingewechselten Daniel Preuß (90.) und beim späten Schuss von Tobias Leonhard, der in der 93. Minute allein vor ihm auftauchte. Aber auch Rieschweilers Keeper Marc Zimmermann zeichnete sich mehrmals aus und verhinderte Schlimmeres. Sport So spielten sie SG Rieschweiler: Zimmermann - Stemmler, Dausmann, Greinert, Felix Decker - Stark, Ohlinger, Brauner (78. Kolb), Maximilian Decker (85. Preuß) - Buchholz (72. Zech), Leonhard.

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