Zweibrücken Ein Gegenkandidat wäre Bärmann lieber

Eigentlich müsste Karlheinz Bärmann jetzt wieder Zeit für seine Hobbys und seine Familie haben, denn seit Anfang letzten Jahres ist er in Altersteilzeit. „Mehr Zeit habe ich nicht. Ich bin weiterhin viel unterwegs. Die Arbeit ist nicht mehr geworden, aber ich kann mit jetzt mehr Zeit dafür nehmen“, beschreibt er seine Arbeit als Contwiger Ortsbürgermeister.
hat 1967 eine Lehre als Maurer bei der Firma Wolf und Sofsky in Zweibrücken begonnen und in Kaiserslautern seinen Meister gemacht. Er arbeitete bei Wolf und Sofsky als Bauleiter, bis er im Dezember 2012 die Altersteilzeit begonnen. Für sein Hobby, die Musik, hat der 61-Jährige im Moment keine Zeit mehr. Manchen Contwigern dürfte er noch als Saxofonist bei der Band „Lucky Four“ in Erinnerung sein. Die „Glücklichen Vier“ spielten Tanzmusik bei Veranstaltungen im Saarland, in Contwig zu Fasching und zur Kerb. Seit 20 Jahren besteht die Tanzkapelle nicht mehr. Auch im Spielmannszug der VT Contwig spielte Karlheinz Bärmann Saxofon. Als Ausgleich zum Bürgermeisterjob hält er sich mit Sport fit. Den „Freitagsturnern“ der VT Contwig ist er treugeblieben. Mit seinem Fahrrad trifft man Bärmann auf den Radwegen in der Umgebung. Karlheinz Bärmann begann seine politische Laufbahn 1971 mit dem Eintritt in die CDU. Dem Ortsgemeinderat Contwig gehört er seit 40 Jahren an, lange Zeit war er erster Beigeordneter, seit Januar 2009 ist er Bürgermeister. Bei den jetzt bevorstehenden Wahlen gibt es in Contwig mit Karlheinz Bärmann nur einen Kandidaten – zum ersten Mal, seit 20 Jahren – seit der Bürgermeister direkt gewählt wird und nicht mehr vom Gemeinderat (). „Mir wäre es recht, wenn es einen Gegenkandidaten geben würde. Nur einer ist für die Demokratie nicht gut. Andererseits freut es mich, dass meine Arbeit anerkannt wird und die anderen mit meiner Arbeit zufrieden sind“, stellt Bärmann fest. In der ersten Amtszeit von Karlheinz Bärmann wurde das alte Rathaus abgerissen, und ein neues Bürgerhaus wurde gebaut, die Neubaugebiete Bohnrech in Contwig und das Stambacher Neubaugebiet sind erschlossen und bereits gut bebaut. Im Bohnrech soll bald der dritte Bauabschnitt erschlossen werden. Die Nachfrage nach Bauplätzen sei weiterhin sehr groß, so Bärmann. Insgesamt verfügt das Contwiger Neubaugebiet über 70 Grundstücke. Es gefällt Bärmann besonders, dass auch Bürger von außerhalb in Contwig bauen wollen. „Die Leute sagen, Contwig hat alles, von Kinderbetreuung über Ärzte, Geschäfte und Seniorenheim“, freut er sich. Im Stambacher Neubaugebiet sind noch drei Plätze frei. „Die Nachfrage ist sehr gut. Im letzten halben Jahr war es sehr positiv“, sagt Bärmann. Nach dem Bau des Bahnhaltepunktes in Stambach können dort wieder Züge halten, und der Ortsteil bekommt einen neuen Kindergarten. Das neu gebaute Seniorenheim in der Fröhnstraße wird am 30. Mai eröffnet. „Wir haben noch Geld in die Hand genommen, um den Platz an der Festhalle wie einen Park zu gestalten. Er kann weiterhin als Festplatz genutzt werden“, sagt Karlheinz Bärmann. Seine Wünsche und Pläne: „Der Ausbau der Ortsstraßen muss unbedingt angegangen werden, auf der Truppacher Höhe müssen wir am Ball bleiben. Wir stehen Gewehr bei Fuß für den Wasserspielpark im Freizeitgebiet im Rahmen des Tourismusprojektes der Verbandsgemeinde. Auch ein Wunsch ist die S-Bahn-Verbindung nach Homburg, das wäre von Vorteil für das Schwarzbachtal. Für Contwig wünsche ich mir, dass alles so harmonisch läuft wie bisher“, fasst er zusammen. (ntg/Foto: Moschel)