Zweibrücken
Ein ganz schön sportlicher Sack Flöhe
Fussball: An Wochenenden kommen bei der Familie Edlmann schon mal über 200 Kilometer auf dem Weg zu Sporthallen und Sportplätzen zusammen. Fußballer-Papa Christian Edlmann hat seine Sportbegeisterung offensichtlich an seine fünf Kinder weitergegeben. Logistisch ist das nicht immer ganz einfach. Und ob im Hause Edlmann eine einzige Familienpizza zum kollektiven Sattwerden reichen würde?
Zweibrücken. Angesichts von zwei Erwachsenen und fünf Kindern ist das getrost anzuzweifeln. Vom Hintergrund her darf aber ohnehin eher das Bild von Sportplatz-Rostwürsten bemüht werden. Denn Christian Edlmann ist im Fußballkreis Pirmasens/Zweibrücken ein bekannter Kicker. Der Routinier des TSC Zweibrücken (34) hat seine Vorliebe für Teamsportarten offensichtlich vererbt. Der Sack Flöhe, den Edlmann mit seiner Ehefrau Jennifer hütet, ist hand- und fußballmäßig unterwegs.
Gute Planung ist das halbe Leben
Lea-Marie ist 14, Larah-Sophie ist elf, Elias-Noel ist zehn, Ben-Luca ist sechs und Nesthäkchen Liah-Loreen zwei Jahre alt. Planung ist da das halbe Leben. Bei Edlmanns ist das eine tägliche Herausforderung. Eigentlich sollten auch alle fünf Kinder mit Christian und Jennifer Edlmann zum RHEINPFALZ-Fototermin kommen, aber es kam was dazwischen. Mama Jennifer musste an ihrem freien Tag kurzfristig arbeiten, die Liah-Loreen und die Larah-Sophie mussten deshalb zu Oma und Opa. Lea-Marie, die bei der VTZ Handball spielt, hat einen Besuch bei ihrer Freundin vorgezogen. So blieben nur Christian Edlmann und seine beiden Söhne Ben-Luca und Elias-Noel übrig, die er zum Training des SV Ixheim gefahren hat. So ist das halt manchmal in einer Großfamilie!
Für Christian Edlmann stand es aber nie in Frage, einmal eine große Familie zu haben. Der leidenschaftliche Papa, der als Lackierer in der Industrie arbeitet, hat nachkommenstechnisch nach der Geburt der jüngsten Tochter allerdings die rote Linie gezogen. Auf ein halbes Dutzend Kinder wollten er und seine Frau es nicht kommen lassen. „Jetzt ist Schicht“, flachst er, auch so schon gerate ein Familienausflug zur logistischen Herausforderung. „Wir fahren öfter mal ins Schwimmbad“, erzählt er, das Miramar in Weinheim sei ein bevorzugt angesteuertes Ziel.
Die Wochenenden im Hause Edlmann sind grundsätzlich eher nichts für Anhänger eines geruhsamen Lebensstils. Die Sportlichkeit der Kinder und Edlmanns eigene Einsätze bedeuten zum Teil eine ganz schöne Fahrerei. „Unsere Älteste spielt ja bei der VTZ Handball“, berichtet der Papa. Jüngst habe das eine Fahrt nach Perl im Dreiländereck Deutschland/Frankreich/Luxemburg bedeutet, am gleichen Tag hatte der Vater noch einen Einsatz den TSC Zweibrücken II beim SV Ruhbank. „An so einem Wochenende kommen durchaus 200 bis 300 Kilometer zusammen“, erzählt er. Dass sein Nachwuchs Sport treibe, sei ihm aber sehr wichtig und rechtfertige jede Mühe. Die beiden Jungs sind beim SV Ixheim aktiv, Christian Edlmann hat auch eine Zeit lang die E-Jugend des SVI trainiert. „Zusammen mit Volker Simon.“ Mittlerweile habe er den Job aber auf Eis gelegt. „Es wurde doch zu stressig.“
Edlmann kickt in allen TSC-Teams
Christian Edlmanns eigene Laufbahn begann beim SVN Zweibrücken, dort kickte er von der Jugend bis zum ersten Jahr bei den Aktiven. Er ist mit dem TSC Zweibrücken, dem TuS Wattweiler und dem FC Oberauerbach aufgestiegen, gehört nun seit Jahren wieder zu den bewährten Kräften am Wattweiler Berg. „Ich spiele da, wo mich der TSC hinstellt“, sagt er, von der AH über die zweite Mannschaft bis zur Landesliga-Truppe. In letzterer hat sich Edlmann in der laufenden Saison mit all seiner Erfahrung schon mehrfach als wichtige Stütze erwiesen. „Ich bin dort der Älteste“, sagt er, er wolle dazu beitragen, dass die Truppe trotz personellen Umbruchs die Klasse hält.